Die Wüste von Straubing
Fanny hat wieder einmal eine aktuelle Lösung für ihr altes Problem gefunden: Jusuf Mummadir, ein Ägypter und Muslim mit dickem Auto und fließendem Franz-Beckenbauer-Deutsch, könnte die von vielen Männern und ebenso vielen Enttäuschungen sichtlich gezeichnete Straubinger Wirtstochter endlich in die ersehnte Ehe führen. Vorher muss nur der interkulturelle Dialog zwischen der niederbayerischen Familie und dem Sohn des Morgenlands etwas vertieft werden.
Gar nicht so schwer, man versteht sich sofort: Papa Brodler-Wirt ist auch für Vielweiberei und strenges Patriarchat, zumal ihn seine Gattin, die resolute Brodlerin, schon lange nicht mehr für voll nimmt. Nachdem auch noch geklärt ist, dass Allah das eine oder andere Weißbier durchgehen lässt und selbst der Schweinebraten kein unüberwindliches Hindernis zwischen den Kulturen darstellt, macht sich der Brodler auf den Weg ins gelobte Land der beschränkten Machos nach Kabul und eröffnet ein Bräustüberl. Die Sache endet wie alle Klamotten: Der verehrte Jussuf entpuppt sich als Hochstapler, die Kabuler Dependance scheitert am Heimweh, und alle Arbeit bleibt wie immer an der Brodlerin und ihrer Tochter hängen. Bis es allerdings soweit kommt, ...
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Ich mache da nicht mehr mit», murrte der Statiker, der das Haus seit längerem mit Argwohn beobachtet hatte, und hängte ein Vorhängeschloss an die Tür des Kleinen Hauses in Dresden. Das war im Jahr 2002. Dem Publikum war schon seit 1998 der Zutritt verwehrt. Seitdem durfte nur noch geprobt werden, doch nun war zum allgemein maroden Zustand der Gebäudesubstanz noch...
Zwei Filme im Panorama-Programm, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: «Absolute Wilson», ein Glamour-Film über ein Glamour-Genie, und «Hamburger Lektionen», die spröde Dokumentation eines gesellschaftlichen Tatbestands, von dem man, außer dass er existiert, nichts weiß. Beide Filme wollen Informationen weitergeben und bedienen sich der jeweils angemessenen...
Gute Werke!
Sieben neue Stücke, die wichtigsten deutschsprachigen Uraufführungen der letzten zwölf Monate, zeigen ab 13. Mai wieder die Mülheimer Theatertage. Ausgewählt wurden in diesem Jahr aus etwa 150 Werk-Premieren: Händl Klaus «Dunkel lockende Welt» (Münchner Kammerspiele), Elfriede Jelinek «Babel» (Burgtheater Wien), Gert Jonke «Die versunkene Kathedrale»...
