Ein sehr sympathischer Gedanke

400 Millionen Euro stellt die öffentliche Hand in Berlin jährlich für Kultur zur Verfügung. Eine schöne Summe,die dennoch nicht ausreicht. Ein Gespräch über die Tücken der Institu­tio­nalisierung mit der Dramaturgin Stefanie Wenner und Staats­sekretär André Schmitz

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TH Zunächst mal Kompliment, Herr Schmitz. Schweren Herzens müssen wir Sie loben. Der Kulturhaushalt in Berlin soll 2014 knapp 378 Millionen Euro umfassen, das ist ein Zuwachs von 2,7 Prozent; 2015 steigt er auf 396 Millionen, das sind sogar 4,3 Prozent plus. Darin eingeschlossen sind Tariferhöhungen – nicht bei allen Institutionen, aber bei vielen, so dass hier die schleichenden Kürzungen durch gesetzlich verordnete Mehraufwendungen aufgefangen sind. Das alles in einer Stadt, die einen Schuldenberg von etwa 63 Milliarden vor sich her schiebt.

Natürlich kann man auch meckern, wenn auch auf hohem Niveau. Unsere Kritik betrifft vor allem die Freie Szene, ich zitiere Birgit Walter von der «Berliner Zeitung», die das so formuliert: «Nochmal zum Verständnis: Die berühmte Freie Szene verbraucht 10 Millionen Euro, der Kulturhaushalt liegt demnächst bei fast 400 Millionen, da sieht mancher ein gewisses Missverhältnis.»

André Schmitz Zunächst vielen Dank für das Kompliment, ich denke, das ist tatsächlich ein Haushalt, mit dem man gute Kulturpolitik machen kann. Die Vorgabe des Finanzsenators war eine Steigerungsrate von 0,3 Prozent für die einzelnen Senatsressorts, es wurden nur zwei ...

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Theater heute November 2013
Rubrik: Akteure, Seite 26
von

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