Oh mein Papa!
Odysseus bleibt 20 Jahre von zuhause fort: Erst führt er Krieg gegen Troja, dann irrt er auf den Weltmeeren und in den Betten von Calypso und Kirke umher. Seine Gattin Penelope hält ihm 20 Jahre lang die Treue und die über hundert Freier, die sie umschwärmen, auf Distanz. So weit, so bekannt. Aber wie geht es eigentlich Telemach, dem gemeinsamen Sohn? Der ist in dieser Zeit vom Säugling zum Mann geworden und hat keine Ahnung, wer sein Vater ist.
Ein furchtloser Held? Ein rücksichtsloser Abenteurer? Ein weitsichtiger Anführer?
Telemachs Suche nach einem Vaterbild dominiert den ersten Teil von «Last Exit Ithaka». In bunten Odyssee-Assoziationen, die Regisseur Ulf Otto und Dramaturg Christian Holtzhauer mit jungen Schauspielkräften von der Hochschule für Musik und darstellende Kunst erarbeitet haben, führt die Partygesellschaft um Penelope dem sich ausgrenzenden Telemach (Folkert Dücker) ein Best-Of aus den Irrfahrten seines Vaters vor, etwa indem ein Freier (Martin Weigel) mit Affenmaske und Mikrofon den Kyklopen gibt, dem die Magd (Sonja Dengler) mit aufgesetzter Großspurigkeit entgegentritt. Auch wenn man sich die Zeit schön dekadent mit Sekt und Sirtaki, zotigen Liedchen und viel ...
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