Das Schönste, was es gibt auf der Welt

… ist für manche das Stadttheater. Als solches präsentiert sich das Maxim Gorki Theater in Berlin unter der neuen Leitung von Armin Petras – mit vielen neuen Inszenierungen von Goethe bis Fritz Kater

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Irgendwann am Eröffnungsabend sagte der neue Intendant, er wolle «kein hippes Theater» machen. Mit Blick auf das Mitte-Völkchen aus Kunst, Politik und Journaille, das sich während­dessen im lichtergeschmückten Garten des Maxim Gorki Thea­ters tummelte, zwischen zehn Premieren an sechs Spielorten hin- und herschwirr­te und sich pudelwohl zu fühlen schien, klang das ziemlich kokett. Zwei Wochen und neun selbst­besichtigte Inszenierungen später scheint jedoch gewiss: Der Mann meint es ernst.

Armin Petras, 1964 geboren im Westen und sozialisiert im Osten, erprobter Autor, Regisseur, vertraut mit Provinzthea­tern wie Großstadtbühnen, zuletzt Oberspielleiter und Schmidtstraßenchef (Frankfurt/Main) will nichts weiter und weniger, als Berlin mit einem «Stadttheater» zu erobern.
Inmitten der hauptstädtischen Ensemblebühnen, die ihre Profile mit autokratischen Intendanten, großspurigen Manifesten oder möglichst markt­wertvollen Regisseuren schärfen, ist die Devise «Stadttheater» eine drollige Ansage – auch wenn darin bereits die ehemaligen Gorki-Intendanten Bernd Wilms und Volker Hesse die wahre Bestimmung des Hauses erkannten. Anders als seine Vorgänger gilt der stadttheatergestählte Petras ...

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Theater heute November 2006
Rubrik: Starts, Seite 28
von Eva Behrendt

Vergriffen
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