Weggehen, um dazubleiben
Es war nicht ganz einfach in den letzten Monaten, mit Anna Drexler einen Termin auszumachen. In den Münchner Kammerspielen stand sie in diversen Produktionen auf der Bühne, im Deutschen Theater in Berlin probte sie mit Jette Steckel Schnitzlers «Weites Land». Gleich zwei Pressereferentinnen waren mit dem Interview-Wunsch beschäftigt, zu einem Treffen mit Drexler kam es gleichwohl nicht. Dann erstmal Funkstille. Bis sich die Schauspielerin kurz vor der Premiere von «Jagdszenen aus Niederbayern» plötzlich meldete.
Gab es da nicht seit langem das Gerücht, das mehr und mehr zu einer Tatsache geworden war: Anna Drexler wechselt in der nächsten Spielzeit ans DT? Ach ja, so die leicht gehetzte Stimme am Telefon, sie bleibe an den Kammerspielen. Aber darüber könne man ja dann später reden, an einem frühen Nachmittag im Café des Münchner Literaturhauses. Dort ist man zunächst vorsichtig, schließlich soll hier nicht ein Haus gegen das andere ausgespielt werden. Drexler verscheucht offene Fragen wie ein Profi, der schon unendliche Erfahrungen mit Pressegesprächen hat: salomonisch irgendwie.
Da hätte es schon die Sehnsucht gegeben, mal etwas zu verändern, auch städtemäßig was Neues zu ...
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Theater heute April 2015
Rubrik: Akteure, Seite 23
von Bernd Noack
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