Ein ganz anderes Arbeiten

Klaus Zehelein, Präsident des Deutschen Bühnenvereins und ein engagierter Landesbühnenfreund, über deren Chancen und Problemzonen

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Bernd NoackHerr Zehelein, Sie engagieren sich als Präsident des Deutschen Bühnenvereins sehr für die Landesbühnen. Was fasziniert Sie denn so besonders daran?

Klaus ZeheleinLandesbühnen sind keine Wandertheater, die Gastspiele absolvieren, sondern sie sind Theater für jene Regionen, die nicht über feststehende Theater verfügen. Im Gegensatz zu den Tournee-Theatern arbeiten sie kontinuierlich in den von ihnen bespielten Gemeinden und Städten. Diese kulturelle und künstlerische Kontinuität ist es, die die Landes­bühnen auszeichnet und unverzichtbar macht.

Es geht ihnen weniger darum, flächendeckend Kultur zu produzieren, als vielmehr ihren Sinn in der Entwicklung regional und inhaltlich bezogener, bewusster Entscheidungen zu begreifen. Zum Beispiel widmen die Landesbühnen über ein Drittel ihres Engagements Kindern und Jugendlichen. Ich weiß, dass viele an den Landesbühnen Arbeitenden ihr künstlerisches und gesellschaftliches Engagement als etwas Selbstverständliches erachten.

NoackDas klingt alles so positiv, dass man Angst hat zu fragen, ob da nicht doch irgendwo ein Haken ist ...

ZeheleinVorenthalten werden sollen nicht die Umstände, die Bedingungen, unter welchen diese Arbeit ...

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Theater heute Juli 2011
Rubrik: Fahrendes Volk, Seite 13
von Bernd Noack

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