Neues vom Waldsterben
Andreas Beck eröffnet seine zweite Spielzeit als Intendant des Wiener Schauspielhauses mit zwei Stücken, in denen Autoren aus der Generation Golf Menschen aus der Generation Golfclub beschreiben. Inhaltlich sind sich die Texte von Anja Hilling (geb. 1975) und Volker Schmidt (geb. 1976) nahe; in beiden Stücken werden (Beziehungs-)Probleme unter Besserverdienern von tödlichen Freizeitunfällen relativiert.
Die Wahl der Mittel könnte allerdings unterschiedlicher kaum sein: Während Hilling das Unheil mit der Wucht einer griechischen Tragödie über ihre Figuren hereinbrechen lässt, stellt der Tod in Schmidts Tragikomödie eher eine Pointe am Rande dar.
Das Katastrophenstück «Schwarzes Tier Traurigkeit» (uraufgeführt 2007 in Hannover) fängt harmlos an: Sechs Freunde und ein Baby sind an einem schwülen Sommerabend aus der Stadt geflohen, um im Wald zu grillen. Das Stück plätschert so dahin, wobei der Umstand, dass die drei Paare aus der Kreativbranche miteinander durch geschäftliche, verwandtschaftliche und sexuelle Beziehungen auch kreuzweise verbunden sind, immer wieder Schärfe in den Smalltalk bringt: «Du kannst mich nicht verletzen.» – «Das würde mir zu denken geben.»
Dann bricht das ...
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