«Yaeli liebt Völkermorde»
Eva Behrendt Yael, wir haben uns schon einmal beim Isradrama-Festival 2005 in Tel Aviv getroffen, dort wurde Ihr Stück «Plonter» aufgeführt, das dann in «Theater heute» abgedruckt wurde. Jetzt sind Sie Hausregisseurin hier am Gorki Theater ...
Yael Ronen Oh, dann verdanke ich Ihnen meine Karriere in Deutschland!
EB Na, na. Damals war auch Jens Hillje beim Festival, den Schaubühnenkontakt gab es also auch schon.
Yael Ronen Kein Witz, die Tatsache, dass es gedruckt wurde, hat bei einigen Leuten erst das Interesse an meiner Arbeit geweckt, zum Beispiel in Dresden, wohin ich für eine Inszenierung eingeladen wurde. Das habe ich Ihnen zu verdanken – aber es ist auch Ihre Schuld!
EB Okay – und warum sind Sie hier, Michael?
Michael Ronen Na, auch wegen Ihnen!
Yael Ronen Er wird bald heiraten! Ohne Sie hätte er seine Frau nie kennengelernt. Jetzt wird mir das erst richtig klar!
Michael Ronen Ich habe in London Regie studiert, als «Plonter» an der Schaubühne gezeigt wurde. Ich kam zu Besuch, eigentlich nur, um Yael und das Stück zu sehen, und da ...
Yael Ronen ... traf er Irina Szodruch, die damals dort Dramaturgin war und es heute hier und bei vielen meiner Inszenierungen ist.
EB Mein Gott, ...
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Theater heute März 2014
Rubrik: Akteure, Seite 26
von Eva Behrendt
Sobald die Berge hinter Paarl überflogen sind, fällt das Flugzeug in kleine Luftlöcher und hat Afrika beinahe hinter sich gelassen. Unter uns erstreckt sich seine südlichste Region, das Western Cape. Die sanfte Landschaft aus Hortensienalleen und ganze Täler bedeckenden Weinplantagen wird nur noch vom beeindruckenden Tafelbergmassiv gebrochen, dem scheinbar letzten...
Der Regisseur hatte so eine Ahnung. Als der Schauspieler auf der Probe schlapp machte, schickte er seinen quirligen Assistenten hinauf, der sich mit Verve in die Szene schmiss, und dem Regisseur stand der Mund offen. Der Regisseur war Gerd Heinz, und der gedrehte Assistent Hans Christian Rudolph, Spross einer gerühmten Theaterfamilie. Schluss mit Regie also. Dafür...
Das neue Gorki brummt. Jeder einzelne Abend sei ausverkauft, strahlt Chefdramaturg Jens Hillje. Das Publikum ist um gefühlte zwanzig Jahre verjüngt. Nicht nur an diesem Abend, zweite Vorstellung von Falk Richters «Small Town Boy», mit dem das sehr gezielte Anpeilen von (riesengroßen) Randgruppen, die das Gorki unter Shermin Langhoffs Intendanz seit November...
