Von Brasilien nach Deutschland und zurück
Es lohnt sich, die Geschichte noch einmal ganz schnell und von vorn zu erzählen. Denn sie beginnt mit einem Motto, das sich die Kunst-Biennale in Sao Paulo für die Ausgabe des vorigen Jahres gab: «Terreiro livre», was frei übersetzt in etwa «Niemandsland» bedeutet und diesen Stadt-Raum akkurat beschreibt.
Das Goethe-Institut vor Ort, zentral zuständig für das deutsche Kulturprogramm in ganz Südamerika, lud die deutsche Dramatikerin Dea Loher ein, ein Stück in und womöglich auch über Sao Paulo zu schreiben, das am Hamburger Thalia Theater uraufgeführt und danach als Gastspiel nach Brasilien (und zur Eröffnung eben dieser Biennale) eingeladen werden sollte. «Das Leben auf der Praça Roosevelt», so heißt das Stück, reiste also zunächst als fremde Fantasie und im Kopf der Autorin von Brasilien nach Deutschland, dann, als fertige Inszenierung von Andreas Kriegenburg, wieder nach Sao Paulo zurück; und wurde in diesem Jahr auch zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Jetzt aber ist es endgültig dort angekommen, wo es entstand: auf der Praça Roosevelt in Sao Paulo und in einer Inszenierung des winzigen Theaterchens, das sich «Espaco Os Satyros» nennt und in fünf schwierigen Jahren ...
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Clifford Odets taucht in Schauspielführern nur als Fußnote auf, und sein größter persönlicher Erfolg war wahrscheinlich, dass er vom Femegericht McCarthys frei gesprochen wurde, obwohl er vor dem Zweiten Weltkrieg eindeutig Sympathisant der amerikanischen Kommunistischen Partei gewesen war. Zu dieser Zeit hatte er in New York eine Off-Bühne namens «Group Theatre»...
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