Verhärtete Fronten
Wer braucht sie noch, die von rassistischen weißen Männern geschriebenen Klassiker? Wie viel künstlerische Freiheit darf sich andererseits politisch korrekte Kunst erlauben? Die Frage nach der Identität ist in den USA derzeit allgegenwärtig und beherrscht auch die Theaterwelt. Eine von Anbeginn an rassistische Gesellschaft bedarf zweifelsohne der Aufarbeitung ihrer Traumata.
Besonders Black Lives Matter schafft seit 2013 verstärkt ein dringend benötigtes Bewusstsein für den immanenten Rassismus und die ungerechte Verteilung von Privilegien in der US-amerikanischen Gesellschaft – aber stellt sich die Bewegung gelegentlich mit ideologischer Strenge selbst ein Bein?
Besonders in der akademischen Welt zeigten sich in der jüngeren Vergangenheit Muster verhärteter Fronten. Im amerikanischen Theatersystem, das nicht öffentlich gefördert ist, verfügen die Uni-Theaterabteilungen häufig über überdurchschnittlich viel Geld und große Bühnen, um die frischen Talente, die sie ausbilden, schon früh mit ansehnlichen Produktionen auf die Bühne zu bringen. Die Verhältnisse in der akademischen Welt unterscheiden sich selbstverständlich vom US-Theater im Allgemeinen, jedoch werden die entscheidenden ...
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Theater heute Juli 2019
Rubrik: International, Seite 44
von Henning Bochert
Zu Beginn der Pressekonferenz, auf der der Berliner Kultursenator Klaus Lederer den Intendanten der Volksbühne (dann wieder: am Rosa-Luxemburg-Platz) ab 2021/22 vorstellte, wurde ein fünfseitiges Papier verteilt. Es handelte sich dabei offenbar um eine aktualisierte Form des Bewerbungsschreibens, das den 56-Jährigen Ende letzten Jahres beim Senat unter der...
Aalen, Theater der Stadt
9. Projekt, Verführung ist die wahre Gewalt
R. Tina Brüggemann, Jonathan Giele und Petra Jenni (Schloss Fachsenfeld)
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6. nach Kobell, Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben
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6. von Düffel, Döner zweier Herren
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Andrea Stolowitz Ich unterrichte an mehreren Universitäten. Mir war...
