Silvia Stammen: In der Cafeteria des Todes
Am Abend der Premiere von «Atropa» an den Münchner Kammerspielen rollen die letzten Panzer der US-Army in Richtung kuwaitische Grenze aus dem Irak. Fast zehn Jahre Krieg, 4.500 gefallene Soldaten, 114.000 getötete Zivilisten, ein noch immer zutiefst destabilisiertes Land – die ernüchternde Bilanz eines Krieges, der angeblich zur Verteidigung westlicher Werte und Kultur geführt wurde. Da brachte der Trojanische Krieg, so er denn um circa 1100 v. Chr.
tatsächlich stattgefunden hat, ein besseres Ergebnis für die siegreichen Griechen, immerhin war die militärische und wirtschaftliche Vorherrschaft über das Ägäische Meer für einige Zeit gesichert. Doch an der Tatsache, dass Kriege nach wie vor überwiegend aus Kalkül und eher selten aus reiner Notwehr geführt werden, hat sich nicht viel geändert.
Über die Bande des Mythos gespielt
Atropa belladonna, die tödliche Tollkirsche, deren Saft, in die Augen geträufelt, den Blick verschleiert und besonders verführerisch machen soll, ist selbst nach der griechischen Schicksalsgöttin und Lebensfadenabschneiderin Atropos benannt und eine treffende Namensgeberin für ein Stück, das die Taktik der Verblendung und Schönrednerei in Verbindung mit der ...
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Theater heute Februar 2012
Rubrik: Aufführungen, Seite 18
von Silvia Stammen
«Wenn man schon Unrecht tun soll, dann um der Herrschaft willen. Das ist das schönste Unrecht!» Diese Tyrannenlogik, die aus dem Zustand der Welt das Unrecht rechtfertigt und Heuchelei und Machtgier feiert, kommt bei Euripides aus dem Mund des Verteidigers der Stadt. Der Angreifer rechtfertigt sich ganz einfach mit Habgier: «Das Geld ist bei den Menschen die...
ULRICH KHUON
versteht sein Publikum und bietet für jeden solide Qualität. Mit seiner vertrauenswürdigen, bedenkensstarken Art könnte er das Präsidentenamt wieder in der Mitte der Gesellschaft verankern. Seine ruhige, ausgewogene Rhetorik ist prädestiniert für Weihnachtsansprachen
ANGELA WINKLER
spielt immer mit innigster Glaubwürdigkeit und hat sich auch in...
1 tissot
im flugzeug neben mir zwei weibliche chinesische teenager
jede mit einer schachtel mit einer schweizer uhr drin
wie weihnachten
lachen scherzen freude
sie stellen die uhren auf 7 stunden später
dann chongquing die größte stadt der welt
32 millionen menschen angeblich
in den letzten 20 jahren wurden 92 prozent der gebäude erneuert oder neu gebaut
5000 wolkenkratzer
s...
