Osnabrück: Rutschpartie
Eine deutsche Kleinstadt Anfang der 80er: Maria und Omid haben sich mal geliebt, haben zusammengelebt. Nun leben sie nur noch aneinander vorbei. Maria schuftet in einem Krankenhaus und lässt ihren Mann spüren, dass sie die Kohle ranschafft. Omid lässt sein Studium schleifen und seinen Nebenjob als Hausmeister sowieso.
Er ist vor der islamischen Revolution und dem Krieg zwischen Iran und Irak nach Deutschland geflüchtet, aber der Krieg ist ihm gefolgt: Er schläft nachts nicht, er geht tagsüber nicht vor die Tür. Und wenn doch, dann ist er mit Alltagsrassismus konfrontiert.
Er meidet die Nachrichten im Radio, er fürchtet sich vor dem Klingeln des Telefons. Weil seine Mutter dran sein und ihm Fürchterliches aus der Heimat berichten könnte. Dass er sein Land im Stich gelassen hat, macht Omid ein schlechtes Gewissen, und so kümmert er sich um andere Flüchtlinge, allen voran um den kriegstraumatisierten Sammy. Mit ihm und den anderen hockt er stundenlang zusammen und qualmt die eheliche Wohnung zu.
Maria ist das unangenehm vor den Nachbarn, wie ihr überhaupt alles unangenehm zu sein scheint. Sie schämt sich für ihren Migrantenmann: für das fremd klingende Stimmengewirr im Treppenhaus; ...
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Theater heute März 2015
Rubrik: Chronik, Seite 58
von Tobias Becker
Aachen, Grenzlandtheater
12. Glattauer, Die Wunderübung
R. Jens Pesel
Aalen, Theater der Stadt
8. Köhler, Deine Helden – Meine Träume
R. Georg Kistner
Altenburg/Gera, TPT
15. nach Fontane, Effi Briest
R. Caro Thum (in Altenburg)
21. Büchner, Leonce und Lena
R. Catherine Umbdenstock (in Gera)
AUGSBURG, ENSEMBLE THEATER
7. Schimmelpfennig, Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes
R...
Entweder lebst du hier und hast dich nun eingewöhnt oder du gehst fort von hier und hast es so gewollt oder du stirbst und hast es geschafft. Darüber hinaus gibt es nichts. Sei also heiteren Gemüts.»
Das wäre doch mal ein Spielzeitmotto: Dar-über hinaus gibt es nichts. Sei also heiteren Gemüts! Der 2000 Jahre alte Aphorismus des stoischen römischen...
Da schlagen die Herzen der HausmusikfreundInnen aber höher: Klavier um Heimorgel, Harmonium um Cembalo hat Bühnenbildner Stephan Weber an die gekachelten Bühnenwände der Studiobühne des Basler Theaters gerückt, bis übers Portal hinaus drängen sie sich in den Zuschauerraum, bis kein Notenblatt mehr dazwischen passt. Schwarzgekleidete Schauspieler schlagen...
