Opfertod im Opernhaus
Die Intendantin führte aus, sie habe, nach dem Eintreffen der beunruhigenden Nachrichten und sobald ihr klar geworden war, dass sie weder Mitarbeiter noch Zuschauer ohne deren Wissen oder Zustimmung, sozusagen feldherrnartig, in die ihr behördlich avisierte Schlacht werfen dürfe, den Versuch unternommen, unter den künstlerischen und technischen Angestellten ihres Hauses und dem in den Abonnementsdateien erfassten und somit postalisch erreichbaren Teil ihres Publikums für den Opfertod zugunsten der FREIHEIT DER KUNST zu werben.
Die rare Möglichkeit eines solchen Opfertodes sei, habe sie geschrieben, nach den Warnungen des Innensenators und der Sicherheitsbehörden in greifbare Nähe gerückt und böte die kostbare Chance, es den verbohrten islamistischen Fundamentalisten gewissermaßen mit gleicher Münze heimzuzahlen. Die FREIHEIT DER KUNST wäre, das hätten aufschlussreiche Gespräche mit höchsten Regierungsstellen und ihren für diese Frage zuständigen Unterabteilungen ergeben, durchaus den zu behauptenden westlichen Werten zuzurechnen, rangiere auf der Liste dieser Werte sogar an einem der oberen Plätze gleich hinter der Meinungs-, Glaubens- und Versammlungsfreiheit und rechtfertige ...
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