Oh mein Papa!
Odysseus bleibt 20 Jahre von zuhause fort: Erst führt er Krieg gegen Troja, dann irrt er auf den Weltmeeren und in den Betten von Calypso und Kirke umher. Seine Gattin Penelope hält ihm 20 Jahre lang die Treue und die über hundert Freier, die sie umschwärmen, auf Distanz. So weit, so bekannt. Aber wie geht es eigentlich Telemach, dem gemeinsamen Sohn? Der ist in dieser Zeit vom Säugling zum Mann geworden und hat keine Ahnung, wer sein Vater ist.
Ein furchtloser Held? Ein rücksichtsloser Abenteurer? Ein weitsichtiger Anführer?
Telemachs Suche nach einem Vaterbild dominiert den ersten Teil von «Last Exit Ithaka». In bunten Odyssee-Assoziationen, die Regisseur Ulf Otto und Dramaturg Christian Holtzhauer mit jungen Schauspielkräften von der Hochschule für Musik und darstellende Kunst erarbeitet haben, führt die Partygesellschaft um Penelope dem sich ausgrenzenden Telemach (Folkert Dücker) ein Best-Of aus den Irrfahrten seines Vaters vor, etwa indem ein Freier (Martin Weigel) mit Affenmaske und Mikrofon den Kyklopen gibt, dem die Magd (Sonja Dengler) mit aufgesetzter Großspurigkeit entgegentritt. Auch wenn man sich die Zeit schön dekadent mit Sekt und Sirtaki, zotigen Liedchen und viel ...
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Wir waren schlecht, würde ich sagen. zumindest an jenem freitag abend im november. wenig wurde aus ihm gemacht von unserer seite. ein braves publikum, das eher eindimensionalen vorstellungen von wissensvermittlung folgte. ein braves publikum, das dem vermeintlichen expertenwissen zu folgen schien, wohin es einen auch führte. wenig widerspruch. wenig...
Man könnte einfach den Artikel wechseln. Dann wäre es nicht mehr «Der Faust», sondern die Faust und würde geballte Kraft und Energie symbolisieren. Vorwärts in eine hoffnungsvolle Zukunft gehen als Veranstalter gemeinsam: der Deutsche Bühnenverein, die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste, die Kulturstiftung der Länder und das Land NRW.
Es sei «die uralte Idee...
Die Fische sind weg! Fünf dicke, weiß-rote Goldkarpfen, die in ihren vier gläsernen Wänden in einem Eck des Cafés Schaubühne sozusagen zum dekorativen Inventar gehörten und es als solche sogar auf das Cover eines Bildbandes über Bühnenbildner Jan Pappelbaum geschafft haben, sind verschwunden. Irgendetwas muss ihnen nicht bekommen sein an unserer Zeit. Jetzt...
