Notizen

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Prix Olympic

Nein, da irrt Peter Zadek. Nachdem er nicht zur Verleihung des «Europäischen Theater­preises» nach Thessaloniki ge­kommen war, wurde ihm das Preisgeld von respektablen 30.000 Euro schlicht gestrichen. Die an­wesenden Gremien-Granden der «Interna­tio­nalen Vereinigung der Theaterkritiker», angeführt von Georges Banu, wollten es so. Zadek teilte verständnislos mit, er wolle den Preis für seine Theaterarbeit und nicht dafür, dass er mit Olympic Airways fliege.

Großer Irrtum: Dieser Preis wird nicht von unge­fähr an einer touristisch interessanten Location mit vielen schönen Hotels ver­geben, die zur Vorsaison alle nicht aus­ge­bucht sind. Ob das sizilianische Taor­mina, wo der Preis 1987 zum ersten Mal ver­geben wurde, oder jetzt Thessaloniki – immer ist es noch etwas zu kalt zum Baden, immer gibt es genügend freie Zimmer der gehobenen Kategorie, um vierhundert prominente Theaterleute und Journalisten gratis unterzubringen, großzügig durch EU-Gelder unterstützt, nicht zuletzt zum Wohle des örtlichen Fremdenverkehrs. Da wird persönliches Erscheinen von der Ehren- zur Haupt­sache, weshalb die Statuten auch die Anreise zwingend ver­langen. Entschuldigungen wie die des ...

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Theater heute Juni 2007
Rubrik: Magazin, Seite 69
von

Vergriffen
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