Notizen
Gute Werke!
Sieben neue Stücke, die wichtigsten deutschsprachigen Uraufführungen der letzten zwölf Monate, zeigen ab 13. Mai wieder die Mülheimer Theatertage.
Ausgewählt wurden in diesem Jahr aus etwa 150 Werk-Premieren: Händl Klaus «Dunkel lockende Welt» (Münchner Kammerspiele), Elfriede Jelinek «Babel» (Burgtheater Wien), Gert Jonke «Die versunkene Kathedrale» (Burgtheater Wien), René Pollesch «Cappuccetto Rosso» (Volksbühne Berlin, Prater/Salzburger Festspiele), Moritz Rinke «Café Umberto» (Bremer Theater), Kathrin Röggla «Draußen tobt die Dunkelziffer» (Maxim Gorki Theater Berlin), Andres Veiel, Gesine Schmidt «Der Kick» (Maxim Gorki Theater Berlin/Theater Basel). Vertreten sind damit in erfreulicher Viel-falt zahlreiche Facetten des Dramatischen – das Figurendramatische, das Sprachflächendramatische, das Diskursdramatische, das Dokumentardramatische, das Sprachspielerdramatische. Und dabei alles hochdramatisch!
.....Bessere Werke?
Ab 2008 übernimmt Marie Zimmermann als Nachfolgerin von Jürgen Flimm die RuhrTriennale. Die derzeitige Schauspieldirektorin der Wiener Festwochen, zuvor langjährige Stadttheaterdramaturgin und Leiterin der Theaterformen in Braunschweig/Hannover, ...
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Die mit breiten Latten notdürftig verschalten Wände der Arbeitsagentur sind provisorisch geweißt. In der Mitte des Raums ragt ein Ding aus dem Boden, das eher einer stählernen Notrufsäule als einem Nummernautomaten gleicht. In der rechten Ecke steht einer dieser braunen, mannshohen Kaffeeautomaten, die dünnwandige Plastikbecher auswerfen. Ein Relikt aus Zeiten,...
Und die Bibel hat doch nicht recht. «Gebet, so wird euch gegeben», beschwor der Apostel Lukas im Namen des Herrn die Gläubigen und säte den Samen für einen Tatbestand, der heutzutage als «Bestechung» firmiert. Denn die menschliche Natur unterwarf sich höchst selten dem von Lukas gepriesenen Gebot des absichtslosen Gebens, dem die Belohnung, notfalls nach dem Tode,...
Eine Renaissance seines Theaters wird es nie mehr geben. Man kann sich nur noch mit Hilfsmitteln daran erinnern, was Tadeusz Kantor auf der und für die Bühne bedeutet hat: Video-Mitschnitte der Aufführungen, endlose Reihen von (Schwarz-Weiß-)Fotos, Manifeste, Partituren, Skulpturen, Kostüme, Bühnenbilder, Grafiken und Emballagen – Relikte, allein in «seiner» Stadt...
