Neustart: Liaison statt Fusion
Sie sind noch einmal davongekommen. Vor einigen Jahren sollten die Theater in Neustrelitz und Neubrandenburg, die seit 2001 bereits gemeinsam bespielt werden, mit den ebenfalls schon fusionierten Häusern in Greifswald und Stralsund in einen großen Theaterkonzern verrührt werden. Allerdings erkannten die Kulturpolitiker in Mecklenburg-Vorpommern den Unsinn dieser Idee, und so wurde sie kurz vor Vollendung abgeblasen.
Sehr zur Freude von Tatjana Rese, die als designierte Leiterin der fusionierten Schauspielsparte vorgesehen war und seit Beginn der Spielzeit «nur» noch die beiden Schauspielstätten in Neustrelitz und Neubrandenburg leitet. Nach einem Jahr ist die Berlinerin sichtlich angekommen in Neustrelitz. Am Tag der Premiere von «Unterleuten» empfängt sie zum Gespräch in einem Italiener am Marktplatzplatz des pittoresken Residenzstädtchen, dessen Schloss zwar den Krieg (oder die frühen Jahre des Sozialismus) nicht überlebt hat, dafür aber ein Schlosstheater hat.
Planungssicherheit
«Es ist ja auch eine Heimkehr», erzählt sie. Zu DDR-Zeiten hatte sie hier in der Gegend zusammen mit ihrem Lebensgefährten eine kleine Wochenendhütte, nach dem Mauerfall aber gab sie ihren Posten ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Juli 2019
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Torben Ibs
Wie leicht es doch ist, aufzufallen in unserer (selbsterklärtermaßen) toleranten, offenen Gesellschaft! Ein ungewohnter Laut im Theater, ein Zucken des Kopfes in der U-Bahn, ein unkontrollierter Ausruf am Strand: Menschen mit Tics können ein Lied davon singen. Leises Pfeifen, Zungenschnalzen und Miau-Laute sind der Sound, mit dem «Chinchilla Arschloch waswas....
Der Diversity-Diskurs hat das Wiener Burgtheater erreicht: Eine der sieben lebensgroßen, täuschend echt aussehenden Lipizzanerskulpturen, die Katrin Brack auf die Greenscreen-Bühne des Akademietheaters gestellt hat, ist braun. Vielleicht ist das Tier noch nicht ganz «ausgeschimmelt» (die meisten Lipizzaner werden erst mit rund sechs Jahren richtig weiß), vielleicht...
Eine Million Euro weniger, das ist nicht gut. Gar nicht gut. Sparzwänge sind das Letzte, da gibt es kein Ge-Wenne und kein Ge-Abere. Aber wenn – jetzt ist es raus – aber wenn gespart werden muss, dann so, wie es Olaf Kröck und Jan Hein als neues Leitungsteam der Ruhrfestspiele versuchen. Der ehemalige Hauptsponsor Evonik hatte für das Jahr 2019 massive Kürzungen...
