Mühen in der Mühle

Weder Staatsdichter noch Dissident: Werner Hechts Publikation über Brechts DDR-Jahre

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Wenn auch der Dichter Brecht gegenwärtig keinen entscheidenden Einfluss mehr auf die Literatur der Gegenwart hat und seine Stücke zwar weiterhin gespielt werden, aber kaum Impulse für das zeitgenössische Theater liefern, reißt die Flut der Sekundärliteratur nicht ab, da seine Werke beliebter Schulstoff sind und die Germanistenzunft noch zündende Funken aus ihnen zu schla­gen versucht.

Der Hanser Verlag veröffentlichte 2012 sehr vollmundig «die erste große Biografie über Brecht nach der deutschen Wiedervereinigung» von Jan Knopf, die sich aber im Wesentlichen auf die frühen Jahre konzentrierte, den nicht so bekannten Brecht der DDR nur flüchtig streifte und die «Mühen der Ebenen» des versuchten Sozialismus in der DDR, in die «der arme B.B.» ja nicht nur marginal verstrickt war, so gut wie ausblendete.

Brecht gehörte ja zu der Spezies von West-Remigranten, die sich ganz bewusst für eine Rückkehr in das «andere» Deutschland entschieden und dort nicht den Westen, sondern mehr Sozialismus und «die Weisheit des Volkes» anmahnten. Werner Hecht hat kürzlich mit einer Publikation im Aufbau Verlag dieses nicht ganz unwichtige Kapitel «Brecht und die DDR» auf­geschlagen und – detailliert neue ...

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Theater heute Februar 2015
Rubrik: Magazin Brechtwissenschaft, Seite 61
von Klaus Völker

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