Mit Staubsauger und Fusselrolle
Zu Beginn der Performance «Frühlingsopfer» schieben sich die erwachsenen Mitglieder des Theaterkollektivs She She Pop – darunter einige, die selber Mütter sind – konfirmandenhaft an den rechten Bühnenrand. Johanna Freiburg erzählt, wie sie als Kind auf einem Fest «mit allen Mitteln» versucht hat, ihre Mutter am Tanzen zu hindern: «Im Nachhinein habe ich mich gefragt, warum das so existenziell wichtig war (…) und mir wurde klar, dass das ein Bild ist, was eine Mutter zeigt, die frei ist, die spontan ist, die mit anderen Menschen in Kontakt ist, vielleicht auch flirtet.
Und das wollte ich alles nicht.»
In logischer Konsequenz sind die Mütter Heidi Stumpf, Heike Freiburg, Irene Papatheodorou und Cornelia Bark, mit denen She She Pop jetzt, vier Jahre nach «Testament» mit ihren Vätern, zusammengearbeitet haben, nur als bewegte Bilder auf der Bühne des HAU 1 zu sehen. Genauer: auf vier im Halbkreis gehängten Leinwänden, groß und schmal wie Fahnen, eine Videoparzelle für jede Mutter. Gefilmt wurde in schwarzen Räumen, so dass ihre zunächst alltäglich gekleideten, später in verschiedenfarbige Plaids und Capes gehüllten, tanzenden Körper sich geradezu altmeisterlich vor dem Dunkel ...
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Theater heute Juni 2014
Rubrik: Aufführungen, Seite 10
von Eva Behrendt
Außenseiter Adam ist tot. Bei der Mutprobe ist er von einem hohen Gitter gestürzt. Nun sitzen seine zehn Mitschüler in der Patsche. Schnell müssen sie die Polizei auf eine falsche Fährte locken. Dummerweise findet sich ein Unschuldiger, der dem ausgedachten Täterprofil entspricht. Und dann taucht plötzlich auch noch der totgeglaubte Mitschüler wieder auf.
Regisseur...
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