Mit Bildungsgutschein!

Der Münchner Verein Inkunst e.V. verhilft arbeitslosen Schauspielern zu neuem Auftrieb

Theater heute - Logo

Ein Motel irgendwo im amerikanischen Niemandsland. Hier treffen sich Glücksritter und Gelegenheitsarbeiter, die auf dem Fall durch die losen Maschen des sozialen Netzes schon ziemlich weit unten angelangt sind. Ein Limbus für gestrandete Existenzen, dessen schäbige Trostlosigkeit die letzten Überlebenskräfte mobilisiert, um aus dem natürlichen Abwärtstrend noch einmal zurückzufinden auf den Highway des Erfolgs. In seinem Zyklus «Suburban Motel» versammelt der kanadische Erfolgsautor George F.

Walker ein Panoptikum entschlossener Einzelkämpfer, Tagträumer und liebenswerter Chaoten, die trotz allem darum bemüht sind, beim finalen Spurt auf einen Zipfel Glück ihre moralischen Grundsätze nicht gänzlich über Bord zu werfen. 

Während Walker sich in seiner kanadischen Heimat bereits seit den siebziger Jahren kontinuierlicher Beliebtheit erfreut, ist er hierzulande noch ein wenig beschriebenes Blatt und passt somit gut in die Reihe der jungen oder neu zu entdeckenden Autoren, die seit ein paar Jahren vom Münchner Inkunst e.V. – in diesem Fall in der klamottig-schrillen Regie von Mario Andersen – präsentiert werden. Und Leute auf der Suche nach Möglichkeiten, allerdings auf seriösem Gebiet, ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Februar 2005
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Silvia Stammen

Vergriffen
Weitere Beiträge
Was hatte ein Dramaturg bei Brecht zu tun?

Zum ersten Mal begegnete ich Palitzsch bei der ersten Probe zur ersten Aufführung des Berliner Ensembles im Zuschauerraum des Deutschen Theaters in der Schumannstraße. 

Wir hatten da eigentlich beide nichts zu suchen. Palitzsch war der Dramaturg des Ensembles, und ich ein junger Schauspieler, der keine Rolle im «Puntila» hatte. Aber da uns keiner wegschickte,...

Notizen

Hauptstadt-Boulevard

Christoph Hein, vom Berliner Kultursenator Thomas Flierl ausersehener designierter Intendant des Deutschen Theaters, hat zurückgezogen, weil es ihm nicht gelungen ist, überzeugende Hausregisseure zu finden. Misstrauen gegen seine Theaterleiter-Fähigkeiten kann er darin nicht entdecken, sondern fühlt sich am «geistigen Klima gescheitert» und...

Ernst und unpathetisch

Peter Palitzsch, gestorben mit 86 Jahren, war auf eine entschlossen bescheidene Weise nur er selbst; und dennoch verkörperte sich in ihm die Idee eines bedeutenden, ernsten deutschen Theaters. Das wäre ein Theater, das sich selbst ernst nimmt – noch ernster aber die Anderen: das Publikum eines Abends, die Bewohner einer Stadt, die Bürger unseres Landes und, ja, die...