Milgram für Führungskräfte
Duzen Sie Ihren Chef? Herrscht bei Ihnen auch diese lockere Arbeitsatmosphäre mit offener Tür, Relaxzone und dem Zwang, mit irgendwem Mittagessen zu gehen? Und ist Ihnen
das auch manchmal unheimlich? Ein Arbeitsverhältnis, das angeblich auf Vertrauen basiert, aber letztlich nichts daran ändert, dass man Sie irgendwann kündigt, Ihr Chef aber nur abgefunden werden kann? Dann ist dies das richtige Stück, um Sie fertig zu machen: Lutz Hübners «Die Firma dankt», uraufgeführt am Staatsschauspiel Dresden.
Denn in dieser Pseudokomödie geht es um die Panik, die verschwommene Machtverhältnisse auslösen.
Krusenstern, ein leitender Angestellter Mitte 40, der vernünftige Meetings mit Clipboard ebenso schätzt wie das Nickerchen am Arbeitsplatz, steht vor einer unlösbaren Prüfung. Eingeladen ins Gästehaus seiner Firma, wird der Nadelstreifen-Mann unvorbereitet mit den Sitten modernen Managements konfrontiert: Duzen und Fingerfood, Personaltrainerin und Saunaspaß, flache Hierarchien und ein Praktikant in Streetwear, der Krusenstern mit lässigem Selbstbewusstsein zur Weißglut treibt. Leider ist dieser vermeintliche Naseweiß der neue Firmenchef, ein strahlender Stern am Wirtschaftshimmel mit ...
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Theater heute April 2011
Rubrik: Chronik, Seite 50
von Till Briegleb
Und es existiert doch, das Nachspiel. Das Deutsche Theater ist sich nicht zu fein, Nis-Momme Stockmanns in Frankfurt uraufgeführtes Vater-Sohn-Drama «Die Hässlichen und die Brutalen» David Bösch anzuvertrauen. Noch tiefer gräbt Stephan Kimmig am DT, der Judith Herzbergs Stücke «Leas Hochzeit» (1982), «Heftgarn» (1995) und «Simon» (2002) zu einer jüdischen...
Franz WilleHasko Weber, Sie haben angekündigt, in zwei Jahren als Stuttgarter Schauspielintendant aufzuhören – nach dann insgesamt acht Jahren als Theaterleiter. Warum das? Es läuft doch gerade so gut.
Hasko WeberWir haben auch noch große Dinge vor, wenn wir nach der Interimsspielzeit im Herbst zurück ins Schauspielhaus ziehen. Aber ich halte die Entscheidung für...
Zu Beginn noch einmal einer dieser magischen Momente, die das Theater des Dieter Dorn in den 1980er Jahren (damals noch an den Münchner Kammerspielen) berühmt gemacht haben: Die leere Bühne, aufgerissen bis zur weißgetünchten Brandmauer, ein wenig Nebel über den Brettern, so dass einen prä-paradiesischen Augenblick lang an diesem wüsten Ort alles möglich scheint....
