Kleine und große Verunsicherungen

Die drei Nominierungen für den Hörspielpreis der Kriegsblinden

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Das «missing link» zwischen John Cages Geräusch-Musik-Konzepten und dem nun auch schon traditionellen Techno ist endlich als Werk eines Tüftler-Künstlers aus Finnland dargestellt. Der 1935 geborene Martii Mauri begeisterte sich in den frühen sechziger Jahren an seinen Tonbandaufnahmen von russischen Traktorenmotoren, deren Diesel-Ding-Ding-Dong später als Blaupause für die Rauschtanzmusik der neunziger Jahre galt.

Es gibt nun zögernd auskunftsfreudige Zeitzeugen, die sich an den sonderbaren Finnen erinnern, dessen Opus magnum «Otto Mötö» unerhörte Musik­geschichte geschrieben habe. Dieser Techno-Pionier Mauri sei nichts weniger als ein vergessenes Genie, so Gabi Schaffners Hörspiel-Feature «Otto Mötö» vom Hessischen Rundfunk.

Das selbst Musikwissenschaftler und Komponisten überrumpelnde Fake-Feature verpasste nur knapp die Gala-Runde der letzten drei, aus der am 11. Juni in Köln der Sieger des immer noch bedeutendsten deutschen Hörspielpreises bekannt gegeben wird. «Otto Mötö» steht in diesem Jahrgang der öffentlich-rechtlichen Hör­spiele an der Spitze eines Trends, nämlich den Hörer vor allem mit überraschenden Verunsicherungen zu beeindrucken. Mal mit einem nur aus ...

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Theater heute Juni 2013
Rubrik: Magazin: Hörspiel, Seite 70
von Thomas Irmer

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