Klein, fragil, unfertig und immer vital

Ein wahrer Performance-Regen ergießt sich jeden Januar im Rahmen mehrerer Festivals über New York. Die ehemalige Festwochen-Kuratorin Stefanie Carp hat sich in einer schnell wandelnden Szene umgesehen

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An einem Januarmorgen streben erstaunlich viele Menschen über die wenig befahrene Lafayette Street zum Public Theatre. In der Mitte des überfüllten Foyers stehen Mark Russell, künstlerischer Direktor des Festivals «Under The Radar», und Meiyin Wang, seine Ko-Direktorin. Mit der nordamerikanischen Mischung aus Enthusiasmus und Pragmatik werden hundert Produzenten und Kuratoren aus allen Landesteilen der USA, Asien und Europa begrüßt, versorgt, organisiert.

Vor zehn Jahren hat Mark Russell Under The Radar gegründet, ein Festival der neuen amerikanischen und internationalen Theaterarbeit, das in einem dichten Programm Stücke, Autoren, Performances, Projekte, vorstellt – das Nature Theatre of Oklahoma wurde 2007 hier für Europa entdeckt. Es ist der Tag für die Professionals, der mit einem Symposium beginnt.

In diesen Tagen findet in New York auch die große Verkaufsmesse der Darstellenden Kunst im Hilton Midtown statt, APAP genannt, eine einigermaßen erstaunliche Veranstaltung, bei der sich jede Formation, die möchte, vom Orchester klassischer Ausrichtung bis zur Konzepttanz- Kompanie aus Brooklyn, von Unterhaltung über Schauspiel bis Avantgarde, mit einem Verkaufsstand, Agenten und ...

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Theater heute April 2014
Rubrik: Ausland, Seite 44
von Stefanie Carp

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Stefanie Carp Mark, du hast 21 Jahre, von 1983 bis 2004, das Präsentationshaus PS122 geleitet und dann Under The Radar gegründet. Warum?
Mark Russell Es gab eine neue Künstlergeneration im Bereich der Performing Arts, die in ganz neuen Formen und Formaten arbeitete. Ich wollte diesen neuen Künstlern eine amerikanische Plattform geben. Als ich im PS122 aufhörte,...