Kein Traumjob

Owen McCafferty: «Ein Tag im Leben des Frank Coin»

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München gilt als chic, das Ruhrgebiet als bodenständig, und aus Mecklenburg-Vorpommern wandern angeblich alle unter fünfzig aus. Jeder Region ist ein Image zugewachsen, das sich hartnäckig hält.

Aber wie entsteht das Flair einer Stadt? Wieso hat man in manchen Städten das Gefühl, alle Bewohner sitzen den ganzen Tag entspannt in Cafés, an anderen Orten aber riecht man förmlich den Schweiß harter Arbeit? 

Der irische Autor Owen McCafferty siedelte sein Stück «Ein Tag im Leben des Frank Coin» (original: «Scenes from the big picture») in einem fiktiven Stadtteil Belfasts an, der von einer großen Fleischfabrik dominiert wird. Fast jeder, der noch Arbeit hat, ist hier angestellt. «Fleisch rumwuchten» ist nicht gerade ein Traumjob, finden Bobbie und Shanks, die sich eben auf den Weg zur Beerdigung eines Kollegen machen. Und deshalb hat Bobbie auch nicht vor, seinen achtzehnjährigen Sohn Bop in der Fabrik unterzubringen. Bops Freunde halten das ebenfalls für eine schwachsinnige Idee und fühlen sich lieber als «Genies der Unterwelt», weil sie ab und zu den alten Sammy Lennon in seinem kleinen Krämerladen beklauen und ein wenig die Einrichtung demolieren. Und Robbie Mullin hat es immerhin ...

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Theater heute Jahrbuch 2005
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 155
von Maren Zimmermann

Vergriffen
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