Kämpfer auf verlorenem Posten
Es muss ein Versprechen im Theaterspielen geben, das extreme Widerstandskräfte ausbildet.
Wie sonst hält es ein Mensch aus, permanent vom Urteil anderer abhängig zu sein, sich lebenslang Kritik und verletzenden Bemerkungen auszuliefern? Was macht den Schauspieler immun gegen Misserfolge, die er sich nicht erklären kann? Wie schützt er sich gegen Verzweiflung, wenn seine Berufsausübung vom göttlichen Ratschluss eines Intendanten, seiner Dramaturgen, des Regisseurs abhängt?
Die meisten Schauspieler, die man nach dem Lohn für diese Ängste fragt, sagen, sie wüssten es nicht wirklich. Natürlich schämen sie sich ein wenig, weil in einer Antwort die Falle lauert, als eitler Geck dazustehen, der süchtig nach Applaus ist, nach Komplimenten, nach Präsentation seiner besten Seiten. Zumal diese Sehnsüchte vermutlich tatsächlich Teil der Antwort sind. Aber dabei ertappt zu werden, dass man bewundert und geliebt sein will, erklärt noch nicht vollständig die Beharrlichkeit, mit der die meisten Schauspieler immer wieder Niederlagen verkraften, um spielen zu können. Und auch mit psychologischen Küchenweisheiten über masochistische Grundstrukturen, quälende Mangelgefühle oder kindliche Sehnsucht ...
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Fernsehen
Freitag, 1.
12.30, Theaterkanal: Butterfly Blues – von Henning Mankell, der auch Regie führte.
Aufzeichnung aus dem Schauspielhaus Graz 2003
19.00 Theaterkanal: Theaterlandschaften: Theater Magdeburg – vorgestellt von Esther Schweins – ein Film (2008) von Matthias Schmidt
19.30, Theaterkanal: Andreas Kriegenburg im Gespräch (vgl. auch die Seiten 11/12 in...
