Jenseits der Scheinwerfer

Karlsruhe Badisches Staatstheater, Studio: Tobias Rausch «Aus – Das Leben nach dem Spiel» (U)

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Fußballer und Schauspieler haben einiges gemeinsam: Sie werden für jedes Spiel neu aufgestellt durch einen Trainer/Regisseur, wechseln alle paar Jahre die Mannschaft und die Stadt und sind dabei so stark an ihren Arbeitsplatz gebunden, dass sie kaum etwas anderes kennenlernen, weshalb sie beim Ausscheiden aus dem Beruf Gefahr laufen, in ein soziales Loch zu fallen. Eigentlich also naheliegend, sich auf der Bühne mal mit der Frage zu befassen, wie denn «Das Leben nach dem Spiel» so aussieht.

Das Badische Staatstheater Karlsruhe hat hierfür Tobias Rausch als Spezialisten für Recherche-Projekte auf das Fußball-Aushängeschild der Stadt, den KSC, angesetzt.

Aus rund 70 Interviews mit 57 ehemaligen Spielern, Trainern, Funktionären, aber auch Spielerfrauen und Fans hat Rausch eindreiviertel Stunden Erzähltheater in thematischen Blöcken herausgearbeitet: Da ist der Ex-Spieler, der in seinem Heimatdorf keinen Anschluss mehr findet; die Spielerfrau, die jahrelang wie ein Möbelstück mit umzieht; oder der einstige Torjäger, der in der Spielhalle jenen Endorphinkick wiederentdeckt, den ihm einst der Jubel von 30.000 Fans gab.

Es ist einer der fesselndsten Momente des Abends, wie Gunnar Schmidt ...

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Theater heute Januar 2014
Rubrik: Chronik, Seite 48
von Andreas Jüttner

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