«Ich bin nicht Jesus»

Christophe Slagmuylder, der neue Intendant der Wiener Festwochen, über sein Aufwachsen mit Rosas und Needcompany, über den Unterschied zwischen Wien und Brüssel, über die Kunst des Festivalmachens und die Probleme mit seinem neuen Bett

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Wolfgang Kralicek Als der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig im Mai vergangenen Jahres bei Ihrer Kollegin Veronica Kaup-Hasler anrief und sie fragte, ob sie Kulturstadträtin werden möchte, gab er ihr vier Stunden Bedenkzeit. Eine von Kaup-Haslers ersten Amtshandlungen war dann, Sie anzurufen und zu fragen, ob Sie Intendant der Wiener Festwochen werden möchten. Wie viel Zeit hatten Sie, um sich zu entscheiden?

Christophe Slagmuylder Schon etwas mehr als vier Stunden. Es gab auch Treffen und Gespräche in Wien, bevor ich zugesagt habe.

WK Zuvor mussten ja erst einmal mindestens zwei Probleme gelöst werden: Sie waren noch Intendant des Kunstenfestivaldesarts in Brüssel, und Sie waren designierter Leiter von Theater der Welt 2020 in Düsseldorf. Wie sind Sie da rausgekommen? 

Slagmuylder Beim Kunsten hatte ich bereits angekündigt, dass ich 2019 gehen würde. Das war also kein großes Problem, der Wechsel war ja schon im Gang. Außerdem war das Programm für 2019 schon recht weit gediehen. Bei Theater der Welt war es komplizierter, das Engagement war ja schon öffentlich gemacht worden. Deshalb waren sie in Düsseldorf «not amused», kann man sagen – was ich auch verstehe. Aber letztlich haben ...

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Theater heute April 2019
Rubrik: Gespräch, Seite 38
von Wolfgang Kralicek

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