Christoph Müller (Arne Schmidt) und Wolf List (Supermarktchef); Foto: Isabel Machado Rios/Schauspiel Hannover
Hannover: Interessante Geschäftsmodelle
Da der gemietete Supermarkt bei ihrer geilen Party verwüstet wurde, brauchen Amanda, Carlo, Lola und Vince dringend Geld. Die Lage verschärft sich, weil plötzlich Amandas todkranker Opa im Einkaufswagen liegt, der gepflegt werden muss. Die vier hippen Twentysomethings müssen also unternehmerisch ganz schön über sich hinauswachsen. Zuerst wollen sie das Sorgerecht für den Großvater meistbietend in der Verwandtschaft versteigern, weil angeblich gerade die Liebe des Hinsiechenden von ewiger Dauer und damit besonders kostbar sein soll.
Später kommen sie dann auf die Idee, das Sterben im Internet zu streamen, um ein YouTube-Vermögen zu scheffeln. Amanda hat damit Erfahrung: Sie streamt ihr schlafendes Gesicht; angeblich gibt es dafür Interessenten. In einem parallelen Strang kostümiert sich ein Herr Schmidt vom Lebensmittellieferservice als Flüchtling, um mit tränenreichen Geschichten höhere Umsätze zu erwirtschaften. Es gibt noch mehr interessante Geschäftsmodelle in Franziska vom Heedes «Tod für eins achtzig Geld». An schrottigen Ideen, die im Verlauf immer unüberschaubarer werden, ist kein Mangel. Selbst die bald aufkommenden miesen Intrigen in der Vier-Freunde-Firma können den ...
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Theater heute Januar 2018
Rubrik: Chronik, Seite 65
von Franz Wille
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Aufführungen
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