Hand und Bocksfuß
Eine Frage, die man sich im Alltag öfter stellen sollte: Wann ist uns eigentlich das letzte Mal der gehörnte Gott Pan begegnet? Als Bronze im Museum? Verstaubt im griechischen Mythenschmöker? Oder, sinniert das britische Kulttrio Improbable Theatre, steckt seine subversive Kraft in uns allen? Auf Spurensuche in manch vielversprechender Londoner Premiere der letzten Monate – das Old Vic Projekt «Tunnel 228», Jez Butterworths «Jerusalem» am Royal Court, Hanif Kureishis «The Black Album» am National Theatre und Andrew Bovells «When the Rain Stops Falling» am Almeida Theatre – könnt
e man fast meinen, die improbable Theorie habe Hand und Bocksfuß. Kein Grund zur Panik.
Improbable legt Hand an – «Panic»
Seit ihrem Hit «Shockheaded Peter» 1998 stehen Improbable Theatre weltweit alle Türen offen. An der English National Opera inszenierten sie 2007 die britische Premiere der Philip-Glass- Oper «Satyagraha», bebilderten diesen März schlappe 26 Arien für die starstrotzende Geburtstagsgala der New York Met mit Plácido Domingo und Konsorten und arbeiten zur Zeit an einem großen Broadway-Musical. Trotzdem kommen Improbable immer wieder zurück in ihre sympathisch überschaubaren, handgebastelten ...
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