Birte Schnöink als Erzählerin; Foto: Krafft Angerer

Hamburg: Salut, Universum

Wolfgang Herrndorf «Bilder deiner großen Liebe»

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Durch das Feld, durch den Wald, durch den Fluss. Isa ist aus einer psychiatrischen Einrichtung abgehauen, und jetzt irrt sie durch die Nacht, betäubt und befeuert von Pillen, die sie sporadisch einwirft. Begegnet einem taubstummen Kind. Erzählt dem die herzzerreißende Geschichte von einem in Spanien ausgesetzten Hund. Und tanzt glücklich auf Messers Schneide.

«Ich gehe immer geradeaus»: Die Figur Isa entdeckt eine Geografie, Wolfgang Herrndorfs 2014 posthum erschienenes Romanfragment «Bilder deiner großen Liebe» entdeckt in dieser Geografie eine Person, und Birte Schnöink entdeckt am Hamburger Tha­lia in dieser Person einen Text.

Die Bühnenfassung von Herrndorfs Roman «Tschick» (2010) ist seit Jahren ein Publikumsrenner an den deutschsprachigen Theatern, auch am Thalia ist Christopher Rüpings Inszenierung praktisch ununterbrochen ausverkauft. Ein Erfolg, den «Bilder deiner großen Liebe» wohl nicht wiederholen kann, auch wenn Isa als Nebenfigur schon in «Tschick» auftauchte – «Bilder deiner großen Liebe» sperrt sich gegen die leichte Konsumierbarkeit, ist nicht nur wegen seines fragmentarischen Charakters ein spröder Text, dem zudem eine bühnentaugliche Dramatisierung fehlt, wie sie ...

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Theater heute Februar 2018
Rubrik: Chronik, Seite 51
von Falk Schreiber

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