Groß und klein

Ibsen «Peer Gynt», «Nora»

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Ibsen groß und Ibsen klein; Ibsen oben und Ibsen unten; Ibsen fern und Ibsen nah; Ibsen light und Ibsen schwer – im Würzburger Mainfranken Theater kann man zu Beginn der neuen Spielzeit nach Bedarf ein wenig aus dem Dramenkatalog des norwegischen Dramatikers wählen: «Peer Gynt» und «Nora» hat das Theater gleichzeitig auf dem Spielplan, ein Kraftakt für ein Haus dieser Größe.

Zur Spielzeiteröffnung gab es denn auch ehrgeizig beide Premieren hintereinander: Zuerst machte sich der Peer für drei Stunden auf seine Seelen- und Weltenreise auf, danach zwitscherte die Nora zwei Stunden lang im Puppenheim – fünf Stunden Ibsen summasummarum. Weit nach Mitternacht trat man erschöpft von soviel fremden Identitätskrisen wieder ins richtige Leben hinaus.

Diese Kombination an einem einzigen Abend war natürlich einmalig. Das Theater wollte zeigen, wie eng die beiden Produktionen trotz unterschiedlicher Regisseure miteinander verwoben sind. Das erschloss sich jedoch kaum, außer dass der todkranke Dr. Rank bei den Helmers auf einmal im Troll-Kostüm auftauchte und einen grünen Schwanz hinter sich herzog, wie man ihn vorher schon auf der großen Bühne vielfach gesehen hatte. Umgekehrt stampften die ...

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Theater heute Dezember 2006
Rubrik: Chronik, Seite 43
von Bernd Noack

Vergriffen
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