Geist, Geld und Gagen
Die Steuerquellen sprudeln wieder, und der Finanzminister ist kein armer Mann mehr. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, im Kulturbereich wieder umzusteuern. Nach über zehn Jahren des Sparens, Konsolidierens, Deckelns und Effizienzsteigerns besteht an den Öffentlichen Bühnen mehr als Nachholbedarf.
Eine Reportage von Franz Wille über das Quotendenken an den Theatern zeigt, wie sehr die Zahlen inzwischen die künstlerischen Entscheidungen bestimmen.
Welche Strategien entwickeln die Theaterleiter, den wachsenden Auslastungs-Ansprüchen standzuhalten?
Im Gespräch mit dem Verwaltungsdirektor des Berliner Gorki Theaters wird deutlich, dass die viel zitierten Sparpotenziale von Outsourcing bis Semi-Stagione keine ernstzunehmenden Alternativen sind.
Der Gagenreport von Peter Laudenbach gibt Aufschluss, wer wo was verdient: Auch an den großen Metropolen-Bühnen werden längst keine Traumgehälter mehr bezahlt; an den kleinen und mittleren Häusern sind die Einkommensverhältnisse selbst festangestellter Künstler trotz jährlicher Kündbarkeit und extremer Belastung oft prekär.
Dabei ist das Kulturangebot einer Stadt ein zentraler Standortfaktor, so der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz ...
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Können Christen, Juden und Muslime sich im gemeinsamen Menschlichen versöhnen? Diese Frage hat bereits 1779 Gotthold Ephraim Lessing beschäftigt; mit seiner Parabel «Nathan der Weise» formulierte er die Notwendigkeit, ein stabiles Gleichgewicht zwischen den Religionen auf der Basis der Vernunft zu erringen. Lessing trat damit seinerzeit in den Widerstreit zur...
Die Schauspieler, die in diesem Jahr ganz vorne auch in der Gunst unserer Kritiker lagen, wissen, was sie tun und für wen sie es tun: vehemente Rampenspieler ohne Scheu vor großen Auftritten. Tobi Müller hat sich in Zürich Joachim Meyerhoffs Ego-Shooter «Hamlet» angesehen und von der allzeit bereiten Begeisterungsfähigkeit des Schauspielers des Jahres anstecken...
Magst du für das Jahrbuch darüber schreiben, warum das Thalia Theater so toll ist?» Ein Super-Auftrag, den mir Franz Wille so en passant am Telefon mit auf den Weg gibt. Und ich bin auch noch so blöd, zuzusagen! Aber er wird Recht haben, mir wird ungeheuer vieles einfallen, schließlich bin ich wirklich gerne an diesem Theater. Was also könnte ich schreiben, ohne...
