Gegenkritik
spekulation.
kann man einen zusammenhang erkennen zwischen der erschreckenden zunahme der krankheit krebs und der gesellschaft, in der sie derartig zunimmt? krebs hat ja als überproduktion von zellen zumindest strukturell gemeinsamkeiten mit bestimmten ökonomischen erscheinungen im kapitalismus.
oder hat diese krankheit etwas mit der deckelung bestimmter triebe/energien des körpers zu tun, die in rigiden, weil ausschließlich auf ökonomische oder ideologische aspekte orientierten gesellschaftsformen und ihrer moral nicht mehr ausgelebt werden können? stimmt also die polemisch auf das soziale orientierte interpretation dieser krankheit in petras texten?
seit ein paar tagen leiden die sogenannten volkswirtschaften an einem börsencrash. seltsam, dachte ich, der krebs ist ein zuviel von sich selbst, der körper frisst sich selbst auf. ich dachte an lynchs «elephant man», dessen anomalie auch ein zuviel an kopf ist, nicht ein zuwenig, verortet in einer welt einer noch erkennbaren industrialisierung.
verluste.
es fehlt offenbar einigen zuschauern die anteilnahme, verursacht durch die distanz, welche die spielweise mit sich bringt. es fehlt offenbar einigen zuschauern an trost, den die ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Was Film von Theater unterscheidet, ist vor allem der intensivere Realismus des Films. So heißt es. Im Film können Dinge so abgebildet werden, dass der Zuschauer sie glauben kann. Im Theater weiß man immer, dass nur gespielt wird. Man weiß, dass das, was passiert, nicht «real» ist. Und so hat Theater dann auch eine größere Distanz zur Realität als der Film. Da ist...
Besonders vertrauenserweckend sieht dieser Gerichtshof nicht aus: Die Toten und Erschlagenen des Stücks – Agamemnon, Kassandra, Klytämestra und Aigisth – kehren als blutverschmierte Gräuelleichen wieder, erklimmen ein mikrofonbestücktes Podium und bekommen von einer Elektra, die auch Pallas Athene sein könnte, vier kissengroße Richterperücken übergestülpt....
Franz Wille Herr Hofmann, Sie kuratieren das renommierte Festival «Politik im Freien Theater», das im November in Köln stattfindet. Das fordert zwei Fragen heraus: Was ist Freies Theater, und was ist politisches Theater?
Rainer Hofmann Das versuchen wir herauszu-finden. Von den vier Worten «Politik im Freien Theater» weiß ich nur, was «im» heißt. Zu allem anderen...
