Gefängnis Dänemark
Es ist ist wie mit Kindern, wenn sie spielen, dass sie gerade eine Prinzessin oder eine böse Hexe sind. Ernst ist es natürlich auch, schließlich musste man als Zuschauer ja das Handy abgeben und wurde wie am Flughafen kontrolliert. Die Strafgefangenen, die in den folgenden vierzig Minuten durch die Zuschauerreihen gehen, können auch Kontakt mit der Außenwelt pflegen, vor der sie ja eigentlich weggeschlossen worden sind. Zu eng sollte der aber nicht ausfallen. Es sind mehr als zehn Justizvollzugsbeamte im Einsatz.
Projekte wie die schmale Best-off-Version des «Hamlet» in der Mannheimer Justizvollzugsanstalt (JVA) können damit rechnen, dass Zuschauer begeistert sind und darüber hinwegsehen, dass ihre Begeisterung schweren Jungs gilt. Derjenige, welcher zum Beispiel gleichzeitig die Gertrud und den Claudius spielt, schreibt im Programmheft, er sei im Rotlicht-, Drogen- und Rockermilieu unterwegs gewesen. Er ist ein Monument von Mann und gönnt sich auf der kleinen Bühne in der Sporthalle der JVA Mannheim einen leicht maliziösen Ton. Das hat Charme und dürfte der Rolle entsprechen, die er auch im Gefängnis spielt: die des Zellenältesten, der klar macht, wo es langgeht, nicht laut, aber ...
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Theater heute Oktober 2014
Rubrik: Chronik Mannheim, Seite 66
von Jürgen Berge
Die Nachricht von Gottfried Johns Tod erfuhr ich durch die Medien. Das hätte früher, als wir uns kennenlernten, keiner von uns gedacht, nämlich, dass je einer von uns sterben könnte, ganz zu schweigen davon, dass wir nicht ständig übereinander Bescheid gewusst hätten.
Wir sprachen oft über den Tod, aber ebenso häufig über die Liebe, das Theater, die
Literatur, die...
Aalen, Theater der Stadt
3. Dreßler nach Netenjakob, Macho Man
R. Winfried Tobias
4. Ecer, Am Rand (DE)
R. Tina Brüggemann
5. Dirisamer nach Erlbruch, Ente, Tod und Tulpe
R. Petra Jenni
Altenburg/Gera, TPT
3. Miller, Tod eines Handlungsreisenden
R. Bernhard Stengele (in Gera)
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
5. Theobalt nach Guareschi, Don Camillo und Peppone
R....
In den drei Jahren seiner Intendanz hat Heiner Goebbels zwar auch vieles bei der RuhrTriennale zugelassen, ja gefördert, das nicht direkt in die Kategorie «Musiktheater» gehört; aber die große Konstante seiner Ära sind Versuche, auf der kleinsten und alternativsten wie der größten und aufwändigsten Ebene Musiktheater für die Gegenwart zu fassen. Jedes Mal stand ein...
