Freiheit!
Die große Wut hatte ich vor etwa 20 Jahren. Das Theater war leidenschaftslos, verbeamtet, routiniert, beschäftigte sich vor allem mit sich selbst. Ich hatte die Nase voll, schmiss alles hin, flüchtete nach Paris, ließ alles liegen.
Wut macht rücksichtslos, aber Wut gehört zur Freiheit. Menschen, die Wut nicht kennen oder Wut nicht wagen oder sie fürchten, langweilen mich (zum Glück kam Baumbauer in die Schweiz und holte mich nach zwei Jahren ans Theater zurück).
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Theater heute Jahrbuch 2011
Rubrik: Werner Düggelin, Seite 22
von Werner Düggelin
Gar nicht so einfach, in der Vielfalt der Stile und Inszenierungen einen Schauspieler
des Jahres zu küren!
Selten war das Spektrum der Kritiker-Voten so groß wie in diesem Jahr. Deshalb gratulieren wir auf den folgenden Seiten nicht nur Jens Harzer, dem Schauspieler des Jahres, sondern auch den 29 anderen, die mindestens einen Kritiker überwältigt haben. Klare...
Irene Bazinger, «Frankfurter Allgemeine Zeitung»
Deutschsprachiges Stück: Ewald Palmetshofer «tier. man wird doch bitte unterschicht»
Ausländisches Stück: Lucy Prebble «Enron»
Inszenierung und Dramaturgie: Marius von Mayenburg, Mayenburg «Perplex», Schaubühne Berlin
Bühnenbild/ Kostüme: Bühne: Katja Haß, Herzberg «Über Leben», Deutsches Theater Berlin Kostüme: Bert...
Gerne werden sie von Kritikern übersehen und bleiben unerwähnt, die Kostümbildner(innen), weil es angeblich Wichtigeres im Theater gibt. Aber die Kostüme von Victoria Behr sind einfach nicht zu übersehen, nicht einmal von Kritikern: die Kostümbildnerin des Jahres!
