Die Technik des Glücks
Die Geschichtenerzähler machen weiter, die Autoindustrie macht weiter, die Arbeiter machen weiter, die Regierungen machen weiter, die Rock’n’Roll-Sänger machen weiter, die Preise machen weiter, das Papier macht weiter‚ die Tiere und Bäume machen weiter, Tag und Nacht machen weiter, der Mond geht auf, die Sonne geht auf, die Augen gehen auf.» Fast dreißig Jahre ist es her, Sommer 1974, dass Rolf Dieter Brinkmann seinen Gedichten «Westwärts 1 & 2» diese Sätze vorausschickte.
Jetzt kann man diese Gedichte und ein paar, die man noch nicht kannte, wieder lesen in einer schönen Neuauflage.
Armin Petras in seiner Dankrede zum Lessing-Preis: «Vielleicht gibt es den Auftrag, einfach weiterzumachen, weiter in der Gegenwart zu suchen, Verhältnisse, Bilder, Verläufe zu kopieren und diese auf der Bühne nachzuformen, so nachzuerzählen und zu verdichten, dass durch ihren Anblick, ihr Erleben etwas im Betrachter ausgelöst wird – ich würde dieses Etwas Distanz und Engagement nennen. Die Distanz zum eigenen Leid, zur persönlichen Lebensangst auf der einen Seite und das Mitgefühl – also die Sehnsucht nach Tätigsein an dieser Welt – auf der anderen. Ich schlage vor, das Projekt des Schreibens der ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Jahrbuch 2005
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 158
von Michael Börgerding
Theater heute Wir wollen heute Nachmittag über die Ost-West-Unterscheidung reden, eine Unterscheidung, von der Sie, Armin Petras, meinen, dass sie obsolet sei. So haben Sie das jedenfalls mal in einem Interview gesagt. Diese Unterscheidung sei 15 Jahre nach der Wende erledigt. Sehen Sie das wirklich so?
Armin Petras Ja, ich denke schon.
TH Wer ist sonst noch...
Der Wärmetod, dem nicht nur laut Lukas Bärfuss unser Universum unvermeidlich entgegensteuert, erscheint an diesem Zürcher Sommertag geradezu greifbar. Das Thermometer zeigt satte 38°C an, kein Lüftchen weht, und selbst im schattigen Hof des Schweizer Landesmuseums steht den Servicekräften, die gemächlich eine Armada von Champagnergläsern nachpolieren, der Schweiß...
39 Kritiker haben ihren geballten Sachverstand angestrengt, die Saison vorm unbestechlichen inneren Auge Revue passieren lassen und unter Qualen, wie immer unfehlbar und selbstlos, entschieden: die Spitzenleistungen der Spielzeit, die Achttausender der Bühne!
