«Die Profile müssen scharf bleiben»
THAenne Quiñones, Matthias Lilienthal, beide arbeiten Sie seit Jahren mit Gruppen des sogenannten freien Theaters.
Ist das in einer sich pluralisierenden Theaterlandschaft, in der freie Theatermacher zunehmend vom Stadttheater aufgesaugt werden, überhaupt noch ein trennscharfer Begriff, der über die Produktionsbedingungen hinaus irgendetwas aussagt, zum Beispiel über eine bestimmte Ästhetik? Sollte man das Gerede vom Freien Theater vielleicht einfach einstellen?
Aenne Quiñones Es gibt ja immer noch Freies Theater und Stadttheater, beides hat seine Berechtigung und beides bringt interessante Formen hervor. Aber die Grenzen sind fließender geworden und die Produktionsbedingungen auf beiden Seiten komplizierter. In den 90er Jahren sind vor allem im freien Bereich aktuelle Konzepte entstanden, die mittlerweile ins Stadttheater Eingang gefunden haben und für entscheidende künstlerische Neuerungen und einen zeitgenössischen Diskurs stehen. Man sollte darüber nachdenken, ob es nicht etwas Drittes geben müsste, was den Entwicklungen insgesamt gerecht wird. Freie Theater sind nach wie vor finanziell sehr schlecht ausgestattet, Stadttheater schon durch ihre Architektur ästhetisch sehr ...
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Theater heute Juni 2010
Rubrik: Freie Szene, Seite 14
von Eva Behrendt, Barbara Burckhardt, Franz Wille
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Fernsehen
Dienstag, 1.
12.25, Theaterkanal: verliebt - verirrt - verwirrt – integratives Theaterprojekt nach Shakespeares «Sommernachtstraum», Eisenhans Theatergruppe des Thalia Theaters, Hamburg
19.00, Theaterkanal: Theaterlandschaften: Deutsches Theater in Göttingen – mit Esther Schweins
22.25, 3sat: FOYER – Das Theatermagazin – mit Esther Schweins
1.00,...
