Die mit dem Ruhm hadern
Vergesst Kurt Cobain. Der Rockstar, dem in Felicia Zellers für Freiburg geschriebenem neuen Stück der übermäßige Erfolg schwer zu schaffen macht, ist ein anderer. Zwar heißt er auch Kurt wie der verewigte Leadsänger der Gruppe Nirvana (und seine Courtney heißt Courtney), und wie dieser benimmt er sich stromlinienförmig rebellisch. Drogen gehören zum Alltag wie das Gitarren- und Hotelzimmerzertrümmern, was Fanpostillen und Klatschpresse getreulich reportieren, sogar wenn nichts dergleichen vorgefallen ist.
Deswegen und überhaupt tut dieser Kurt sich selbst ziemlich leid, und am Ende schießt auch er sich mit der Flinte den halben Schädel weg.
Aber Felicia Zeller, die ihn nach Aktenlage ersonnen hat, besteht darauf, dass es sich bei dem Hauptleidtragenden in «Einfach nur Erfolg» um einen Kurt Brisbaine handele. Dessen Hauptaufgabe im Stück ist es, mit seinem Ruhm zu hadern, ohne die Grundlagen dafür plausibel machen zu müssen, während die Figuren um ihn herum Einblick gewähren in die Mechanismen von Starkult und Starverschleiß. Oder gewähren sollen. Die Rocklegende als Fall oder, wie es die Dramaturgie des Theaters Freiburg formuliert, als Metapher.
Und was lehrt sie uns, die ...
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