Die Einzelne und der Terror
Nach der Ermordung von Anna Politkowskaja meinte Gerhard Schröder erneut, sein Männerfreund Wladimir Putin sei ein aufrechter Demokrat und so was wie der Tod der Moskauer Jornalistin komme in einem Land, das gerade seinen Weg in die Demokratie finde, nun mal vor. Zum Tod des früheren russischen Spions Alexander Litwinenko äußerte Schröder sich bislang noch nicht. Das Morden in Russland blendet Gasprom-Aufsichtsrat Schröder lieber aus. Er sollte das Pfalztheater in Kaiserslautern besser meiden.
Dort nämlich erscheint die am 7.
Oktober 2006 ermordete Anna Politkowskaja kurz als Theaterfigur in Torsten Buchsteiners Stück «Nordost»: als Vermittlerin, die aufgrund ihrer Tschetschenien-Berichterstattung von den Geiselnehmern akzeptiert wurde, die am 23. Oktober 2002 Belegschaft und Zuschauer im Moskauer Musicaltheater Dubrowka in Geiselhaft nahmen. 129 Menschen bezahlten den folgenden Kampfeinsatz russischer Sondereinheiten mit dem Tod. Bis heute ist ungeklärt, wie viele Opfer durch das Gas umkamen, das vor der Erstürmung in das Musicaltheater eingeleitet wurde.
Diesen Punkt klären kann der 40-jährige Torsten Buchsteiner natürlich auch nicht, der als Schauspieler startete, seit 1999 ...
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Wir waren schlecht, würde ich sagen. zumindest an jenem freitag abend im november. wenig wurde aus ihm gemacht von unserer seite. ein braves publikum, das eher eindimensionalen vorstellungen von wissensvermittlung folgte. ein braves publikum, das dem vermeintlichen expertenwissen zu folgen schien, wohin es einen auch führte. wenig widerspruch. wenig...
Nicht, dass London ein verschärftes Alkoholproblem hätte. Seit die uralten englischen Lizenzgesetze letztes Jahr gelockert wurden und besonders in den Großstadtpubs der Ausschank nicht mehr gnadenlos um 23 Uhr endet, ist der einzige Unterschied, dass die Kleingruppen trunkener und taumelnder Angelsachsen nicht mehr alle wie auf Kommando auf die Straße stürmen,...
Es begann mit zwei schmalen Erzählbänden, die Mitte der neunziger Jahre erschienen und sonderbare Titel trugen: «Der Elefant verschwindet» und «Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah». Die Bücher hielten, was ihre Titel versprachen. Sie handelten von jungen Menschen in Japan, die ebenso gut junge Menschen in Mitteleuropa hätten sein können,...
