An vorderster Plüschfront

International WOW Company «Death of Nations, Part V: Heimwehen»

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Was haben Scarlett O’Hara, das deutsche Fräuleinwunder und Schweinchen Dick gemeinsam? Sie treten beim Gastspiel der International WOW Company auf, die in Düsseldorf unter dem Motto «New Realities: Theater und globales Wirklichkeitsdesign» antraten. 

Der New Yorker Theatermacher und Wow-Motor Josh Fox will im fünften Teil seines Endlos-Werks «Death of Nations» die speziellen deutsch-amerikanischen Beziehungen theatralisch be- und verarbeiten.

Der Titel verweist auf den Aufstieg und Fall von Kulturen und beinhaltet ein Wortspiel um Heimweh und den unvermeidbaren Geburtsschmerz, wenn Neues entsteht. Drei beispielhafte Epochenumbrüche hat er ausgewählt: Die letzten Momente des amerikanischen Bürgerkriegs, die letzten Momente des Zweiten Weltkriegs, als die amerikanischen Truppen als Besatzer und Befreier im Deutschen Reich stehen, und die Jetztzeit in Europa, den USA und im Irak, also an beispielhaften Orten für das belastete deutsch-amerikanische Bündnis.

Auf der Bühne erweist sich dieses deutsch-englische Triptychon mit amerikanischen und deutschen Schauspielern nicht als Annäherung an geschichtliche Wahrheit, als Dokumentar- oder Endzeittheater, sondern als buntes Potpourri aus ...

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Theater heute Dezember 2006
Rubrik: Chronik, Seite 39
von Susanne Finken

Vergriffen
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