Das Prinzip für die ganze Gesellschaft

Stadttheater in der Migrationsgesellschaft – Konzept für die Zukunft oder operatives Schmiermittel der Integration? Wie gelingt der Spagat zwischen Soziokultur und Kunstanspruch? Im Oktober feiert das Theater Freiburg seinen 100. Geburtstag, und Intendantin Barbara Mundel und ihr Stellvertreter Josef Mackert überlegen, wie es mit der Institution Stadttheater in einer sich rapide verändernden Welt weitergeht

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Wenn man sich eines Tages fragen wird, wann genau um die Wende zum 21. Jahrhundert die systematische Suche nach einer Neubestimmung des Stadttheaters in Deutschland begonnen hat, wird man neben vielen anregenden Impulsen vor allem zwei sehr unterschiedliche Initiale nennen müssen: Das «Bunnyhill»-Projekt der Münchner Kammerspiele und die Auflage des Heimspiel-Fonds der Bundes­kulturstiftung.

In der Folge dieser Initiativen haben für eine zunehmende Zahl von Stadttheatern folgende Fragen an Bedeutung gewonnen: Wie entwickelt sich das Verhältnis von Stadt und Theater? Wie kann das Stadttheater auf die sich abzeichnenden sozialen, demo­grafischen und politischen Veränderungen reagieren? Wie kann es sein Stammpublikum für die künstlerisch innovative Beschäftigung mit den Folgen dieser Veränderungen interessieren und zugleich neue Zuschauer/Teilnehmer gewinnen? Wie kann es seinen Auftrag als «das» Theater der Stadt in einer sich rasant verändernden Medien-Welt neu definieren? Welchen Anteil haben kulturelle Bildung, Identitätsstiftung, Kritik, Kontakt mit dem kulturellen Erbe und Selbstreflexion einer demokratischen Bürgergesellschaft an einem Stadttheater der Zukunft?

Als um die Wende ...

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Theater heute August / September 2010
Rubrik: Debatte, Seite 38
von Barbara Mundel, Josef Mackert

Vergriffen
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Premieren im August/September

Aachen, Grenzlandtheater

Kasse: 00 41/1/261 21 79
    19.8.    Mann, Buddenbrooks
R. Ulrich Wiggers
    26.9.    Glattauer, Gut gegen Nordwind
R. Uwe Brandt


Altenburg/Gera, TPT

Kasse Altenburg: 03447/585 161
Kasse Gera: 0365/827 91 05
    4.9.    nach Storm, Der kleine Häwelmann
R. Astrid Griesbach
    18.9.    nach Grimm, Dornröschen
R. Astrid Griesbach (Marionettenspiel)
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Gebrochener Tabu-Brecher

Die Beatgeneration – zur Erinnerung: Das war die, die in «der schlechtesten der Welten» ein «glückseliges Leben» führen wollte –, die «Beatniks» also, die vor etwa 50 Jahren das Establishment literarisch ver- und sich selber dabei gleich physisch zerstörten, feiern so eine Art Auferstehung. Sowohl als Original als auch als Plagiat: Auf dem Buchmarkt wird...

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Dass es vor allem um das Prekäre des Sprechens geht, viel mehr noch als um die prekäre Existenz der Krankenpflegerin Erika, verrät schon der Stummeltitel des neuen Stücks von Ewald Palmetshofers: «tier. man wird doch bitte unterschicht». Simone Blattner inszeniert es in Dresden. Auf ganze Sätze kann man sich bei Christoph Nußbaumeder verlassen. «Eisenstein», vom...