Leserbrief
Ihr neues Layout, sehr geehrte Redaktion, verliert meiner Ansicht nach gegenüber dem bisherigen. Getreue Leser, besonders so langjährige Leser und Sammler wie ich (mit einem Abonnement von «Theater heute» seit den 60er Jahren) mögen keine Veränderungen einer Zeitschrift, die sie lieben – eben weil sie so ist, wie sie ist. Mein genauer Vergleich vorher/ nachher ergibt einen Verlust an Niveau.
Warum so riesige Farbaufnahmen von Menschen wie du und ich, wie man sie in jeglicher Publikation sieht und überschlägt – vom Wirtschaftsteil der SZ bis zur Apothekerzeitung und sonstwo? Wo ist z.B. der Unterschied zwischen Ihrer männlichen Titelfigur im Oktoberheft und dem Typ, der auf Seite 21, für «Emser Pastillen» wirbt? Soll es vielleicht derselbe sein? Oder im Novemberheft, wo man sich auf Seite 16 überlegt, ob das jetzt eine Werbung für die Deutsche Bahn ist. Wollt Ihr selber zu «Experten des Alltags» werden? Davon gibt es doch schon Millionen. Künstlerisch ist das nicht.
Ebenso wenig wie die Headlines, die in ihrer unruhigen unterschiedlichen Art und Platzierung an einen provisorischen Klebeumbruch erinnern. Besonders hässlich im Novemberheft die Seiten 5, 24 und alle hingepappten und ...
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Christian Stückl ist ein sehr intensiver Mensch, das merkt man schon an der Art, wie er raucht. Er zieht nicht nur an der Zigarette, er saugt daran, manchmal mit einem so zischenden Inhalationsgeräusch, dass man den Lungenzug hört. Ungefähr so muss man sich den bayerischen Lockenkopf auch als Theaterleiter und Regisseur vorstellen: gierig alles auf- und in sich...
Das ist der ideale Ausgangspunkt für den amerikanischen Filmemacher Wes Anderson, der Anachronismus und nutzloses Wissen zu einem wichtigen Stilprinzip entwickelt hat. In «The Darjeeling Limited» erzählt er von drei amerikanischen Brüdern, die sich in Indien treffen, um eine Zugreise zu unternehmen. Von Francis Whitman (Owen Wilson) ging die Initiative aus, Jack...
Kurz nach Aufführungsbeginn flüstert mir Elke Heidenreich ins Ohr: «Ist genau wie beim Lesen. Nach zehn Minuten weiß man, ob ein Buch fesselt oder nicht.» Sie ist gefesselt. Schaut gebannt. Hört mit freudiger Aufmerksamkeit der Musik zu, die das Spiel begleitet, kontrapunktiert, steigert. Sie möchte ganz augenscheinlich am liebsten mit auf die Bühne.
Als wir uns...
