Der Laden gehört uns!
Warum denn immer weiterziehen, wenn man sich als Intendant gerade so hübsch eingerichtet hat? Man kennt die örtliche Kulturpolitik bis zum Du, hat sich in langen Abenden einen ergebenen Freundeskreis des Theaters aufgebaut, die lokalen Honoratioren und Entscheidungsträger fleißig um sich geschart und viele wertvolle Kontakte in der Stadt geknüpft. Auch die Abonnenten fühlen sich bestens umsorgt und fremdeln nicht mehr – alles so schön bequem geworden über die letzten zehn Jahre.
Die eigene Gage ist spätestens seit der ersten Nachverhandlung auch endlich da, wo man sich selbst hinwertschätzt. Vielleicht lockt auch noch eine Nebenerwerbs-Teilzeitprofessur an einer örtlichen Schauspielschule. Und jetzt soll man das Nest, in das man so viel ehrliche Arbeit investiert hat, schon wieder verlassen?
Vor einem halben Jahr ging deshalb Ulrich Khuon als amtierender Bühnenvereinspräsident mit gutem Beispiel voran und hat am Berliner Deutschen Theater beschlossen, nach zehn Jahren noch weitere drei dranzuhängen – spätere Verlängerungen nicht ausgeschlossen. Gerade hat es ihm Joachim Lux am Hamburger Thalia Theater nachgetan und nach ebenfalls einem Jahrzehnt 2019 gleich noch weitere fünf ...
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Theater heute Dezember 2017
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Franz Wille
Am 5. September trat Max Stafford-Clark, von 1979 bis ’93 Intendant des Royal Court Theatre und britische Bühnenikone, nach 23 legendären Jahren als künstlerischer Leiter der Company «Out of Joint» (die unter anderem Mark Ravenhill mit «Shopping and Fucking» entdeckt hat) zurück. Wegen inakzeptablen sexuellen Verhaltens gegenüber einer jungen Mitarbeiterin, wie...
Aachen, Theater
1. nach Preußler, Der kleine Wassermann
R. Kollektiv Zirkusmaria
Aalen, Theater der Stadt
2. Shakespeare, Macbeth
R. Tonio Kleinknecht
Altenburg/Gera, TPT
3. Dyrek, Venedig im Schnee
R. Klaus Hoser
Augsburg, Theater
31. Projekt, Tatort Augsburg.
Folge 2: Als die Bilder tanzen lernten
R. David Ortmann
Bamberg, E.T.A.-Hoffmann-Theater
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Neun Jahre arbeitet Gloria schon in der Schlusskorrektur eines New Yorker Lifestyle-Magazins, die Bezahlung ist mies, die Inhalte belanglos, das Schlimmste aber sind die Kollegen, die mit zynischer Gehässigkeit und nullkommanull Solidarität wie die Hyänen übereinander herfallen, sobald einer die kleinste Schwäche zeigt. Wer keinen karriererelevanten Sozialwert hat,...
