Die letzten Vermächtnisse der Menschheit
Es ist schön, dass Markus Heinzelmann seine jahrelang in Jena geschärfte Lust an der hemmungslosen dramatischen Übertreibung nun wieder öfters auch an anderen Stadttheatern ausleben darf. Wolfram Lotz’ «Einige Nachrichten an das All» kommen da gerade recht, und Heinzelmann greift in die volle Absurditäten-Kiste, lässt es ohne Rücksicht auf Geschmacksverluste ordentlich krachen in diesem Spiel über die ziemlich überschätzte Bedeutsamkeit des menschlichen Daseins.
Es macht ja gar keinen Sinn, hier erst lange nach einem solchen, zumal noch tieferen zu suchen.
Lotz will uns nur zeigen, dass alles längst zu spät ist: «Wir befinden uns in einer Explosion, Ihr Ficker.» Die Erde ist also unbewohnbar wie gewohnt, ob das noch irgendjemandem in diesem Universum interessieren könnte, ist zweifelhaft. Gleichwohl gebietet die Jahrtausende eingeübte Überheblichkeit der Selbst-Gekrönten dieser Schöpfung es, alle Außerirdischen zumindest ein letztes Mal zu grüßen und ihnen ein Erbe unserer sagenhaften Intelligenz, Beispiele unserer geistig-moralischen Errungenschaften zu hinterlassen.
Das Theaterumfeld (Lotz schlägt die Atmosphäre eines Foyers vor, in dem grausam ernsthaft ein Krippenspiel, also ...
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Theater heute Januar 2014
Rubrik: Chronik, Seite 52
von Bernd Noack
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Gut möglich, dass es «Die Mausefalle» war, das Stück im Stück, das Hamlet...
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