Vollkasko-Entscheidung

Die Berliner Kulturpolitik geht auf Nummer Sicher

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Als der Berliner Senat vor fast sechs Jahren vorschlug, aufgrund verhältnismäßig hoher Gewinne und Rücklagen die Subventionen für das Ber­liner Ensemble zu senken, drohte Claus Peymann im Boulevard-Blatt «B.Z.»: «Der Senat hat eine völlig verfehlte Subventionspolitik, das ist ein Irrenhaus. Aber ich hoffe, dass die Vernunft dort bald wieder einkehrt. Sonst bin ich weg und die können sich einen Zwerg fürs BE engagieren. Davon gibt es ja schon genug in Berlin.» Damals kehrte die Vernunft, zumindest in der fraglichen Angelegenheit, im Berliner Senat gerade noch rechtzeitig zurück.

Jetzt allerdings ist Peymanns Abgang definitiv: Anlässlich der sechsten Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr verabredeten Klaus (Wowereit) und Claus, dass der dann 80-Jährige sich 2017 endgültig in den Ruhestand verabschiedet wird. Rund um die Abschiedsverhandlungen köchelte die Gerüchteküche: Wollte Peymann wirklich den gediegenen Luc Bondy als seinen Nachfolger installieren? Der Senat bzw. der bis vor kurzem regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hat jedenfalls für den derzeitigen Intendanten des Frankfurter Schauspiels Oliver Reese votiert. Ist der Rest künftig Schweigen, wie Peymann maliziös zu ...

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Theater heute Januar 2015
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Eva Behrendt

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