Büchermagazin
Begnadet begeistern
Christoph Schlingensief: «Ich weiß, ich war’s»
Ich habe mein Leben lang das Gleiche gemacht, ich habe mich noch nie verändert in meinem Leben», stellt Christoph Schlingensief gegen Ende seines Buches «Ich weiß, ich war’s» fest. Tatsächlich belegt die Text- und Bildsammlung, die seine Frau Aino Laberenz jetzt posthum herausgegeben hat, diesen doch ziemlich erstaunlichen Satz – und sie zeigt zugleich, was für ein abenteuerliches und wildes Werk auf dieser Basis entstehen konnte.
«Ich weiß, ich war’s» gehört zu den letzten Projekten des im August 2010 gestorbenen Theater- und Filmregisseurs, geschmiedet im Wissen um seine unheilbare Krebserkrankung. Das Material dazu entstammt seiner Meisterdisziplin, der freien Rede. Auf jeder Station der Lesereise zu seinem Krebstagebuch «So schön wie hier kann’s im Himmel gar nicht sein», erklärt Aino Laberenz im Vorwort, habe Schlingensief seinem Publikum aus seinem Leben, vom Blick auf bestimmte Inszenierungen, Filme, Happenings erzählt. Diese Berichte wurden angenehm O-Ton-nah transkribiert und mit weiteren, älteren Aufzeichnungen, Briefen, E-Mails sowie üppigem Fotomaterial ergänzt.
Entstanden ist dabei ein ...
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Theater heute Dezember 2012
Rubrik: Magazin, Seite 67
von Eva Behrendt, Anja Quickert, Tobi Mueller, Franz Wille, Klaus Voelker, Michael Laages
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