Katja denkt

Die Schauspielerin Katja Bürkle: Fast eine Homestory

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In einer Hotelbar. Nach dem Besuch von «Faust 21», mit einem Jugendstilexperten aus München, ein zurückhaltender, vornehmer Engländer. Ich spielte im Bürgerchor mit. Wie war ich? Er sprach nur über Katja Bürkle. Sie hätte das Zeug zum Hollywoodstar. So gelenkig! So ausdrucksvoll! Wie sie sich in ihre Rollen hineinschmeißt! Katja Bürkle spielte einen Astrologen, eine von drei Helenas, sie spielte die Sorge, sie spielte Euphorion. Es waren neun Schauspieler auf der Bühne bei «Faust 21» und neunzehn Choristen, der «Stuttgarter Bürgerchor». Mein Engländer schwärmte nur von Katja.

Zu Recht.
   

Wie sie ist, wie sie sein kann

Sie ist nicht schön. Sie ist mager, ihre langen braunen Haare sind meist lieblos aufgesteckt. Privat. Auf der Bühne kann sie viel machen mit ihrem Haar. Kann es locken, zum Pferdeschwanz binden, unter einer Mütze verstecken, glatt und lang und schön fallen lassen. Kann eine Diva sein, ein Junge, eine Göre, eine Schönheit.

Sie kann viel machen mit ihrem Körper. Sie war Turnerin. Training ab sechs, mit achtzehn deutsche Vizemeisterin in «rhythmischer Sportgymnastik» mit ihrer Truppe aus dem Dorf Schmieden (siehe Jahrbuch «Theater heute» 2002). Als wir unseren Termin ...

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Theater heute November 2007
Rubrik: Akteure, Seite 40
von Ulrike Kahle-Steinweh

Vergriffen
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