Der Spieler und die Knacksdame

Carola Sterns Doppelbiografie des Bühnen- und Lebenspaars Marianne Hoppe/Gustaf Gründgens

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Keinem deutschen Theatermann wur­den nach Max Reinhardt und Bertolt Brecht so viele Bücher, Studien, Bildbände, Ausstellungen und Filmporträts gewidmet wie Gustaf Gründgens. Ob als Snob, zwielichtiger Ganove, disziplinierter Staatsintendant, mephistophelischer Anarch beim Tanz auf dem Vulkan, fürsorglicher Ensemble­chef – alles Schillernde verwandelte sich in seinem Fall zur legendären Licht­gestalt. Keiner seiner vielen geschickten Kompromisse schadete seiner Beliebtheit.

Gesunden Machtinstinkt, Eitelkeit, Intelligenz, Hilfsbereitschaft, spielerisches Kalkül wusste er letztlich immer in Einklang zu bringen. Ein «glück­licher» Mensch war er allerdings nicht. Er hoffte, wenigstens noch im Alter lernen zu können, «wie man lebt», denn die Genugtuung eines «erfüllten Daseins» blieb ihm verwehrt.
 

Leben in den Extremen

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Theater heute Februar 2006
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Klaus Völker

Vergriffen
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