Nette Nachbarn

Praktische Lösung: Ewald Palmetshofers «faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete» (der vollständige Stückabdruck liegt diesem Heft bei) in Felicitas Bruckers Uraufführung im Wiener Schauspielhaus

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Man könnte die Geschichte ganz einfach so erzählen: Zwei treffen sich auf einer Party und verlieben sich – oder was jeder so dafür hält –, und ein paar Monate später läuft die Sache aus dem Ruder. Am Ende hat sich Grete fast umgebracht, und Heinrich hat es nicht mal mitbekommen.

Aber warum soll man es sich immer einfach machen? Was Ewald Palmetshofer in «faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete» erzählt, ist gar nicht so leicht zu überblicken. Zumal die Beteiligten gerade an entscheidenden Stellen eher wenig sagen, auch wenn sie viel reden.

Dabei ist die Geschichte nicht wirklich neu, eine ähnliche Konstellation hat bekanntlich schon Goethe interessiert.
   

Schnelle Figurenüberzieher

Bei Ewald Palmetshofer lohnt es, die ein­leitende Regiebemerkung nicht zu überlesen: «‹Faust› und ‹Grete› fehlen in dieser Personenliste. Sie werden von den sechs anwesenden Personen nachgespielt. Die durchgestrichenen Personennamen im Text markieren dement­sprechend, dass die jeweils durchgestrichene Figur ‹Faust› bzw. ‹Grete› spielt. Ihre wahren Namen kennt man nicht.» Klingt komplizierter, als es funktioniert, besonders wenn man den schnellen Figurentransfer durchs Ensemble so praktisch ...

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Theater heute Juni 2009
Rubrik: Das Stück, Seite 44
von Franz Wille

Vergriffen
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