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Die «Lange Nacht der Autoren» am DT Berlin

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 In seinem Erstlingswerk «Krauses Erzählungen» stellt sich der 31-jährige Daniel Gurnhofer – Doktorand der Erziehungswissenschaften – einen «arbeitslosen Melancholiker» namens Krause vor, der seit zehn Monaten seine Wohnung nicht verlassen hat. Infolge ausufernden Drogenkonsums wird Krause in seiner mit Pizzakartons zugemüllten Bude, die wiederum dem Regis­seur Sascha Hawemann zum Stichwort «arbeitslos» eingefallen ist, nacheinander von drei Zwergen, Gott und einer Theatergruppe heimgesucht.

Sagt die Schauspielerin Sandy zum Regisseur Victor: «Ich hatte mal einen Erste-Hilfe-Kurs.» Darauf er: «Gut zu wissen. Für Mund-zu-Mund-Beatmung bist du meine erste Wahl.»

Dafür, dass sich über Humor angeblich streiten lässt, sah zumindest die Fachwelt in der «Langen Nacht der Autoren» am Deutschen Theater sehr einhellig deprimiert aus. Die diesjährige Alleinjurorin Elke Schmitter hatte sich – «Make me laugh!» – Komödien gewünscht.

Und vor Gurnhofer hatte sich bereits Judith Kuckart – Autorin preisgekrönter Romane –
unter dem Motto «Paradiesvögel» ertragsarm über eine Schuhverkäuferin, einen Bratfisch­budenbesitzer, einen ausgemusterten Polizisten und weitere Reißbrett-Existenzen eines ...

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Theater heute August/September 2011
Rubrik: Magazin, Seite 83
von Christine Wahl

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